Auf reizvollen Wegen durch Velbert

In einem neuen Wanderbuch stellt der Scala-Verlag zehn Touren durch alle drei Stadtteile vor.

Velbert. Jutta Scheidsteger vom Scala-Verlag hat eine Schwäche für Herbstwanderungen: „Wie schön das jetzt ist, wenn die Laubfärbung einsetzt und die Luft so klar ist“, sagt sie. Logischerweise hat sie auch kein Problem damit, ein Wanderbuch im Oktober herauszugeben. „Wandern in Velbert“ stellt zehn Wanderungen durch alle Velberter Stadtteile vor — und macht Lust auf den nächsten Herbst-Ausflug in der Region.

Einen besonderen Akzent setzt der 86 Seiten umfassende Wanderbegleiter durch seinen ausgeprägten Service-Charakter. Scheidtsteger erklärt: „Diese Wege gibt es ja schon seit Jahrzehnten, aber die Leute sind nicht bereit, sich in das Kartenmaterial einzulesen.“ Daher bietet die neuste Scala-Veröffentlichung dem Wanderer alle Informationen für die nächste Sonntagstour durch Wälder und Felder im übersichtlichen Format.

Das beginnt mit den handgemalten Übersichtskarten, die den Verlauf der Wanderungen, die nie länger als 16 Kilometer sind, grob skizzieren. Da geht es etwa zum Kreuzweg nach Neviges, durch Tönisheide, rund um den Langenhorst und durch das Hardenberger Bachtal. Die meisten Tipps behandeln Rundwege, es gibt aber auch Streckenwanderungen, etwa durch den Norden und den Süden von Velbert-Mitte.

Gold wert sind die Angaben zu Länge und Höhenprofil der Strecke. So weiß der Leser sofort, ob auch Kinder oder die Großeltern den Weg ohne Weiteres schaffen. „Wer Velbert kennt, der weiß, es geht ständig rauf und runter“, sagt Scheidsteger. So wundert es nicht, dass sechs der zehn Wege als schwierig eingestuft werden, drei für Geübte gedacht sind und nur ein Weg — 3,7 Kilometer rund um den Langenhorst — die Bewertung „leicht“ erhielt.

Damit die Wanderer am Ende wieder aus dem Wald finden, sind in dem Büchlein nur Strecken aufgeführt, die bereits vom Sauerländischen Gebirgsverein mit Wandermarkierungen ausgestattet wurden. Hans-Josef Bunk, Vorsitzender des Ortsvereins, sagt: „Wir wissen, was schlechte Wegemarkierung mit dem Wanderer macht.“

Er ist der Wegewart für die Strecken auf Velberter Stadtgebiet und unterstützte den Scala-Verlag bei den Arbeiten zum Buch. Jutta Scheidsteger ist mit ihrem Mann zum Test große Teile der Strecken abgegangen und hat sich dabei nicht ein einziges Mal verlaufen. „Man kann den Wegzeichen blind vertrauen“, lobt sie.

Über die detaillierten Wanderbeschreibungen hinaus hat das Buch auch den Sehenswürdigkeiten in den Stadtteilen einzelne Abschnitte gewidmet. So wird dem vermeintlichen Besucher etwa das Schloss Hardenberg, der Herminghauspark oder das Schloss- und Beschlägemuseum näher gebracht. Jutta Scheidsteger hofft, dass die Lektüre den ein oder anderen Bürger vor die Tür lockt: „Die Velberter halten sich häufig ja nur im eigenen Stadtteil auf und kommen in andere gar nicht rein.“