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Ratingen: Medienzentrum erfindet sich neu

Ratingen : Alles neu im Medienzentrum

Bis Ende Juni wird am Peter-Brüning-Platz noch bautechnisch gearbeitet. Dann kommt die Einrichtung dran.

Vom Haupteingang am Peter-Brüning-Platz führt derzeit kein Weg hinein ins Medienzentrum. Das hat – ausnahmsweise in diesen Tagen – keine pandemiebestimmten Gründe. Es liegt schlicht daran, dass der komplette Bau innen umgestaltet wird. Und die Chancen stehen gut, dass diese Arbeiten Ende Juni abgeschlossen sein werden.

 Ein ungewohnter Anblick: Erika Münster Schröer steht vor dicht verhangenen Regalen, in denen sich gut geschützt Bücher und andere Medien befinden.
Ein ungewohnter Anblick: Erika Münster Schröer steht vor dicht verhangenen Regalen, in denen sich gut geschützt Bücher und andere Medien befinden. Foto: Blazy, Achim (abz)

„Nur in unseren vier Filialen ist wieder Publikumsverkehr“, sagt Erika Münster-Schröer. Besucher empfängt die Chefin des Medienzentrums am gesicherten Hintereingang. Und auch hier wird schnell klar, dass drinnen in den Räumen derzeit nichts ist wie lange Jahre gewohnt. Davon zeugt als erstes ein Stück rot-weißes Flatterband im Treppenhaus, nicht einmal für Mitarbeiter ist überall ein Durchkommen. Aber in die Verwaltung des Medienzentrums führt immerhin ein Weg.

Auf dem Tisch in Münster-Schröers Büro liegen farbig ausgedruckte Pläne, die schon jetzt Lust machen auf einen Besuch im Medienzentrum der Zukunft. Es wird wieder mehr Platz sein: Das Bürgerbüro ist ausgezogen – mehr als sieben Jahre hatte es einen großen Teil des Erdgeschosses im Medienzentrum eingenommen. Aber auch das beständigste Provisorium währt nicht ewig. Dieser Raum steht nun wieder zur Verfügung.

Digitale Angebote sollen Jugendliche anlocken

Dort, wo vor Bürgerbüro-Zeiten unter anderem CDs und Filme entliehen werden konnten, soll es künftig weit multifunktionaler zugehen. Mit einem Gaming-Bereich (Computerspiele) und PC-Kreativ-Arbeitsplätzen (Makerspace) sollen künftig insbesondere Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren angesprochen werden. „Kurse sind hier ebenfalls denkbar“, erläutert Münster-Schröer. Aber das ist schon der übernächste Schritt, der ins Konzeptionelle der Zukunft weist. Hier sieht sich die Chefin eher außen vor. Sie geht zum 30. September in den Ruhestand.

Bis dahin aber geht es mit voller Kraft voran. Ende Juni werden die Räume wieder bezugsfertig sein. „Das Hochbauamt macht hier einen tollen Job. Fortschritte werden von Tag zu Tag sichtbar“, sagt Münster-Schröer. Ein hartes Stück Arbeit wird die offene Treppe werden. Denn nach neuen Vorschriften muss das Geländer ein Stück erhöht werden. Kostenpunkt allein für die Treppe: 60 000 Euro. Weniger Umstände dagegen machte die alte ­Info-Theke im Foyer. Sie musste nur aufgehübscht werden und bleibt stehen.

Sobald die Experten durch sind, können die Ausschreibungen für das neue Innenleben rausgehen – vom Mobiliar bis zu den Arbeitsplätzen. Wo was stehen soll, ist längst besprochen, das Konzept hat „grünes Licht“ der Gremien bekommen. Es wurde in Zusammenarbeit mit der Einkaufszentrale für Bibliotheken erstellt.

Offen bleibt einstweilen, wie genau die neuen Möglichkeiten nebst Gratis-Wlan und Arbeitsplätzen für Schüler wieder genutzt werden kann. Das wiederum hat dann pandemiebestimmte Gründe.