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Beethovenstraße: Schulen arbeiten zusammen

Beethovenstraße: Schulen arbeiten zusammen

Schulen sollen Verbundschule bilden, um Richtlinien zu erfüllen. Kolping- Grundschule bleibt Bekenntnisschule.

Hilden. An der Beethovenstraße wächst zusammen, was nach Ansicht mancher Schulpolitiker seit langem zusammen gehört: Adolf-Kolping-Schule und Adolf-Reichwein-Schule haben die Absicht erklärt, mit dem Schuljahr 2013/14 zusammenzuarbeiten. Das beinhaltet laut einer Vorlage für den Schulausschuss Raumplanung und Raumnutzung, Organisation gemischter Schülergruppen für Jeki (Jedem Kind ein Instrument) oder die Einsetzung einer gemeinsamen Ogata-Koordination.

Seit den 1990er-Jahren sind die Schülerzahlen in den Hildener Eingangsklassen von rund 600 auf etwas über 400 zurück gegangen. „Auf diesem Niveau hat sich die Zahl jetzt stabilisiert“, sagt Schuldezernent Reinhard Gatzke. In diesem Jahr hätte man mit den Anmeldezahlen eine Punktlandung geliefert. Denn es gibt ja seit der letzten Änderung des Schulrechts die Klassenrichtzahl. Danach wird festgelegt, wie viele Klassen mit wie vielen Kindern eine Stadt maximal haben darf.

Im Gegensatz zu Velbert, wo eine Schule geschlossen werden muss, ist das in Hilden kein Problem. „Dass wir schon zwei Verbundschulen gebildet haben, hat uns jetzt sehr geholfen“, sagt Gatzke. Eine „richtungsweisende schulorganisatorische Maßnahme“ heißt das in der Ausschussvorlage, die morgen im Schulausschuss vorgelegt wird.

Und genau diese richtungsweisende Maßnahme ist jetzt auch für die Adolf-Kolping- und die Adolf-Reichwein-Grundschule auf den Weg gebracht. „Wir wollen die Zusammenarbeit vorsichtig vorbereiten“, sagt Gatzke dazu. Vorsichtig deshalb, weil die vor Jahren angedachte Zusammenlegung der Schulen zu Protesten geführt hatte — immerhin ist die Adolf-Kolping-Grundschule eine katholische Bekenntnisschule.

Seitdem hat das beteiligte Personal gewechselt. Und die Kooperation ist erst die Vorstufe zu einer Verbundschule. Darin sind zwar die Schulen nicht mehr eigenständig, dürfen aber Bekenntnisschule bleiben. Vor allem haben eine gemeinsame Raum- und Unterrichtsplanung, gemeinsame Teilnahme an Jeki und eine gemeinsame Ogata immense Vorteile. Ud die Klassenkennzahl stellt eine geringere Gefahr dar. 29 Kinder sind an der Kolpingschule angemeldet worden. Eins mehr und es hätte einer weiteren Klasse bedurft, die es aber nicht hätte geben dürfen. In einer Verbundschule würde das von der Reichweinschule kompensiert. „Wir stehen gut da“, schließt Reinhard Gatzke.