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32. Unicef Gala - Ein Abend der Überraschungen

32. Unicef Gala - Ein Abend der Überraschungen

Hilden. Im Wettbewerb der Zuschauer, wer die internationalen Künstler bei der Unicef-Gala häufiger mit stehenden Ovationen feiert, haben die 700 Gäste am Samstag die Messlatte für die Besucher der Sonntagsveranstaltung hoch angelegt.

Ausnahmslos alle Künstler sind am Samstag mit dieser Art des Dankes für ihre Leistung gefeiert worden.

Weil sich aber wahrscheinlich auch das sonntägliche Publikum in diese Hinsicht nicht lumpen gelassen hat, gab es am Samstag für Publikumsliebling Bonita Hyman gleich zwei stehende Ovationen. Übertroffen hat den Beifall für die Mezzosopranistin von der Metropolitan Opera in New York nur noch The Magnets. Für das Trio um den Beatboxer Andy Frost erhob sich das Publikum gleich dreimal von den Sitzen.

Die überschwänglichen Beifallsbekundungen sind aber vor allem als Dank des Publikums an außergewöhnliche Leistungen der Interpreten zu verstehen, die sich mit ihrem Können in den Dienst des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen stellen. Das hat sich nach dem schweren Taifun auf den Philippinen kurzfristig dazu entschlossen, den Erlös der 32. Unicef-Gala als Notfallhilfe den Opfern des asiatischen Inselstaates zur Verfügung zu stellen. Das sind zuzüglich Spenden und der Summe, die bei der Versteigerung der letztjährigen Aktion „Ein Herz für Unicef“ eingenommen wurden, bereits mehr als 350 000 Euro.

„Wir können damit gemeinsam den Kindern der Philippinen ein Stück Hoffnung geben“, sagte Ann Kathrin Linsenhoff, stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Unicef Deutschland, in ihrer Dankesrede. Darin hob sie auch die Besonderheit der Veranstaltung in der Stadthalle hervor: „Es gibt nichts Vergleichbares in Deutschland.“ Zugleich betonte sie aber auch, dass die Notfallhilfe nur ein erster Schritt sein dürfe. „Jetzt muss der Wiederaufbau langfristig vorangetrieben werden.“

In die Geschichte der langen Tradition der Hilfe für die Kinder der Welt wird die 32. Unicef-Gala als die Veranstaltung der Überraschungen eingehen. Ein amüsantes Detail ist dabei der überraschende Umstand, dass ausgerechnet der Ehemann der Tourismusdirektorin aus Hildens Unicef-Partnergemeinde Filzmoos in der Tombola den einwöchigen Aufenthalt im Salzburger Land gewonnen hat.

Den Preis stellte er dann aber wieder zur Verfügung, so dass ein neuer Gewinner gezogen werden konnte.

Für Überraschungen sorgten auch zwei Pianisten des Abends. Der eine, Stephen Harrison, Direktor der Deutschen Oper am Rhein, ist seit 23 Jahren bei der Unicef-Gala dabei und verließ erstmals sein Instrument, um sich via Mikrofon für das Engagement des Moderators und Initiators der Gala, Heribert Klein, zu bedanken. Der andere, Daniel Vincent Roy Kottnauer, durfte das Geburtstagsständchen, dass das Publikum ihm brachte, selbst am Klavier begleiten. Und diese Einlage hat das Samstagspublikum den Besuchern am Sonntag auf jeden Fall voraus.