Fachkräfte bleiben Mangelware

Fachkräfte bleiben Mangelware

Nach Angaben der IHK sind 2500 Stellen nicht besetzt.

Mettmann. Mehr Frauen müssen in den Arbeitsmarkt integriert werden, Schüler brauchen eine bessere Ausbildung, und Zuwanderern muss der Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert werden. So sehen die Lösungen aus, um den Fachkräftemangel, der in den kommenden 20 Jahren auch den Kreis Mettmann treffen wird, zu lindern. Darin waren sich alle Teilnehmer der Diskussion im Rahmen des 5. IHK Wirtschaftsforums zum Thema „Vom Überschuss zum Mangel — Lösungsmöglichkeiten, dem Mangel an Fach- und Führungskräften entgegenzuwirken“ einig.

Zum Einstieg in die Diskussion in den Räumen der Fachhochschule der Wirtschaft in Mettmann gaben Arbeitsmarktexperten den Besuchern einen Überblick darüber, welches Ausmaß der Fachkräftemangel haben wird. „In 20 Jahren werden bundesweit rund sechs Millionen Erwerbstätige fehlen. Und aufgrund des demografischen Wandels wird es nicht genügend Nachwuchs geben, um diese offenen Stellen wieder zu besetzen“, sagte Hans-Peter Klös vom Institut der deutschen Wirtschaft.

Dass Fachkräfte fehlen, würde so manches Unternehmen schon jetzt spüren. Roland Schüßler von der Bundesagentur für Arbeit, der genauso wie Klös auf dem Podium als Diskussionsteilnehmer saß, untermauerte dies mit Zahlen: „So sind jetzt schon 2500 Stellen im Kreis Mettmann nicht besetzt.“

Besonders gesucht werden laut Landrat Thomas Hendele Ingenieure, Fliesenleger, Dreher, Schlosser und alle Berufe im Gesundheitsbereich. „Sehr gefragt sind Altenpfleger. Aber wir wissen aus unserer kreiseigenen Ausbildungsstätte, wie schwer es ist, Bewerber zu finden“, sagte Hendele.

Auf ein besonderes Problem der Unternehmen im Kreis Mettmann machten die Unternehmer selbst aufmerksam. „Wir haben zwar Bewerber, aber die entscheiden sich dann letztlich doch für die großen Konzerne, weil die mehr zahlen können“, sagte ein Ratinger Unternehmen.

Hendele empfahl ihm und allen anderen, mit Hochschulen zusammenzuarbeiten wie dem Campus Velbert-Heiligenhaus oder der Fachhochschule der Wirtschaft in Mettmann, um Personal zu rekrutieren.