Schwimmen: Kathi schon besser als Anne

Schwimmen: Kathi schon besser als Anne

Katharina Presch will mit Talent und Durchsetzungsvermögen hoch hinaus.

Krefeld. "Nein, mit der Anne ist die Kathi nicht zu vergleichen", sagt Thomas Presch. "Kathi ist schon in diesem Alter in den Medaillenrängen - Anne ist erst mit 16 richtig gut geworden." Kathi, das ist seine Tochter Katharina, Nachwuchsschwimmerin des Schwimmsportfreunde Aegir. Und Anne, das ist Anne Poleska, Bronzemedaillengewinnerin über 200 Meter Brust bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen.

Auch sie begann ihre Karriere in Krefeld - und auch sie wurde von Thomas Presch trainiert. "Offenbar habe ich ein gutes Händchen mit Brustschwimmern", gibt er sich bescheiden.

Denn auch wenn der Trainer sich gegen einen vorschnellen Vergleich wehrt - Katharina Presch ist mit ihren 13 Jahren eines der größten deutschen Schwimmtalente. In ihrer Vita reiht sich Erfolg an Erfolg. In den vergangenen beiden Jahren siegte sie bei den NRW-Jahrgangsmeisterschaften über 50 und 100 Meter Brust in ihrem ’94-er Jahrgang. Auch in der Offenen Klasse erzielte sie mit guten Platzierungen bereits mehr als Achtungserfolge. "Da gucken immer alle, wenn jemand in dem Alter schon so schnell ist", sagt Thomas Presch.

Der vorläufige Höhepunkt ihrer Karriere war die Bronzemedaille über 100 Meter Brust in ihrer Altersklasse bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund im vergangenen Jahr, obgleich sie die 100 Meter-Distanz nicht so mag. Denn ihre Paradedisziplin sind die 50 Meter Brust. Da führt Katharina Presch momentan die bundesweite Rangliste in ihrem Jahrgang an.

Auch 2008 gilt das Hauptaugenmerk zunächst einmal den Deutschen Meisterschaften. Katharina Presch versucht die Pflichtzeit für die Offene Klasse zu schaffen. Die liegt bei 34.50 Sekunden - ihre aktuelle Bestzeit beträgt 34.51. Und dann stehen natürlich auch die Jugend-Europameisterschaften an. "Da will ich auf jeden Fall hin", sagt Katharina Presch.

Doch zu weit vorausplanen wollen die Preschs auch nicht. Interessant sei, wie sich das in den kommenden zwei bis drei Jahren entwickelt. "Talent ist da - aber man braucht auch Durchhaltevermögen," sagt Trainer Presch. Sorgen muss man sich um Katharina Presch jedoch nicht machen - zumindest nicht in sportlicher Hinsicht.

Denn sollte es nicht klappen mit der Karriere als Schwimmerin, hat sie - und das ist beruhigend - noch einen Plan B in der Tasche. Neben dem Schwimmsport ist Katharina Presch auch auf dem grünen Rasen erfolgreich. Die Stürmerin des SV St. Tönis spielt nämlich in der U 15-Niederrheinauswahl.

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