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Movember-Foundation: Ein Schnurrbart für den guten Zweck

Movember-Foundation: Ein Schnurrbart für den guten Zweck

„Movember“: Auch ein Handball-Trio der HSG Krefeld unterstützt die Stiftung.

Krefeld. Die Schnurrbart-Brüder, im englischen auch „Mo Bros“ genannt, haben sich unter die Spieler des Handball-Drittligisten HSG Krefeld geschlichen. Beim Heimspiel am Samstag gegen die Bundesliga-Reserve von Gummersbach werden Gerrit Kuhfuß, Jens-Peter Reinarz und Jonas Vonnahme mit einem gut gewachsenen Schnäuzer als die Movember-Unterstützer aufs Spielfeld auflaufen.

Auf der Tribüne der Glockenspitzhalle diskutierten beim Spiel gegen Aurich schon die HSG-Fans, „ob es sich dabei denn um eine verlorene Wette handeln würde.“ Gerrit Kuhfuß in der Liga eher als Abwehrspieler mit Vollbart bekannt, wiegelt ab, sieht aber für seine gute Absicht bestätigt: „Natürlich sprechen mich beim Sport wie im Beruf alle auf meinen neuen Schnäuzer an, über den will ich aber nun vier Wochen lang Geld sammeln.“

Das HSG-Trio will die „Movember-Foundation“ weiter unterstützen, die sich weltweit den größten Gesundheitsproblemen von Männern widmet: Prostata- und Hodenkrebs, eine schlechte psychische Gesundheit sowie der Suizidprävention. Das Kunstwort „Movember“ entstand aus dem englischen Wort „moustache“ für Schnurrbart und November. Kuhfuß sagt: „Am 31. Oktober habe ich mich rasiert und war sehr gespannt darauf, wer aus meiner Mannschaft dabei sein würde. Stefan Nippes hat im letzten Jahr mitgemacht und uns motiviert.“ Über die deutsche Internet-Plattform der Stiftung hatte sich ein HSG-Quartett angemeldet, doch Max Zimmermann musste sich in der Woche aus beruflichen Gründen seinen Bart abrasieren.

Spender können online auch für Teams ihr Geld überweisen. In knapp 13 Jahren wurden so, über die Welt verstreut, 1200 Projekte zur Männergesundheit angeschoben. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. So gibt es in den nächsten Wochen Aufklärungskampagnen, Konzerte und Partys. Dabei ist der Sport wieder einmal sehr gut vertreten, auch die Pinguine machten mit.

Neuerdings dabei ist der Handballsport mit Teams und Spielern aus allen drei Bundesligen. Auch ehemalige Sportgrößen wie Hochspringer Carlo Thränhardt oder die beiden Zehnkampfrivalen Jürgen Hingsen und Daley Thompson, die in den 80-er Jahren den Schnurrbart noch als Markenzeichen trugen, sorgten mit ihrem Engagement für Spendengelder.

Kuhfuß sagt: „Mir ist einfach wichtig, Aufmerksamkeit in meinem überschaubaren Umfeld herzustellen und damit etwas zu bewegen.“ Ziel der weltweit tätigen Stiftung ist es, bis 2030 die Anzahl der Männer, die vorzeitig sterben, um 25 Prozent zu reduzieren. Mehr Informationen zu Movember gibt es unter

movember.com