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Krefelder Kultureinrichtungen wollen Besuchern Sicherheit bieten

Neue Corona-Maßnahmen : Theater muss Sitzplätze reduzieren

Die verschärfte Corona-Situation in Krefeld zwingt Kultureinrichtungen zu weiteren Einschränkungen. Gespielt wird jedoch weiterhin.

Die Corona-Gefährdungsstufe 2 gilt nun auch in Krefeld. Sie wird erst dann wieder aufgehoben, nachdem der Grenzwert 50 der Sieben-Tage-Inzidenz über einen Zeitraum von sieben aufeinander folgenden Tagen unterschritten wurde. Der Wert für Krefeld lag am Dienstag bei 61. Ab Samstag greift laut Verwaltung eine regionale Anpassung der Coronaschutzverordnung. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen muss die Teilnehmerzahl erneut reduziert werden. Was das für das Theater Krefeld, Kresch-Theater, Kufa und weitere Kultureinrichtungen bedeutet, fasst unsere Redaktion zusammen.

Regelungen für das Theater

„Für das Theater Krefeld bedeutet dies eine neue Platzkapazität von 250 Plätzen“, erklärt Pressereferentin Sabine Mund. 750 Plätze zählt der Zuschauerraum regulär. „Mit der Nutzung von nur noch 350 Plätzen hatten wir in den vergangenen Wochen das räumliche Angebot schon frewillig um etwa 50 Prozent reduziert.“ Die vor kurzem eingeführte Maskenpflicht im gesamten Haus gilt weiterhin. Das Theater werde verschärft jetzt auch im Besucherraum auf die Abstände achten, das sei bislang nicht vorgeschrieben gewesen. Der Abstand von 1,50 Meter nach vorne, hinten und jeweils zur Seite ist zu gewährleisten.

Die Bestuhlung könne nicht rausgenommen werden, aber einzelne Reihen und Plätze gesperrt werden. „Deshalb ist es wichtig, dass die Zuschauer auf den ihnen zugewiesenen Plätzen auch sitzen bleiben und nicht einfach wechseln“, erklärt Mund.

Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze könnte sich deshalb noch etwas verringern. Inhaber von Theaterkarten und Abonnements bräuchten sich keine Sorgen zu machen, dass sie das gewünschte Stück nicht sehen könnten. „Sie werden von uns kontaktiert, falls die Besucherzahl höher als 250 ist“, verspricht Mund. Jeder habe dann die Möglichkeit, in eine spätere Vorstellung zu gehen. Zum Beispiel bei der Premiere „Endspiel“ von Samuel Beckett am 1. November.

Angesichts der Corona-Situation hat das Theater nach dem Lockdown einen zeitlich eingeschränkten Spielplan vorgelegt. „Den spielen wir wie veröffentlicht.“ Die Besucherzahlen werden zeigen, ob es – wie bereits in anderen Städten – zusätzliche Aufführungen geben könne.

„Mit all diesen Maßnahmen wie Mund-Nasen-Schutz, Abstand und weitere Reduzierung des Platzangebotes können sich alle Besucher bei uns sehr sicher fühlen“, betont Mund. Ebenso wie die Künstler und weiteren Mitarbeiter des Theaters. In all der Zeit habe es bislang keinen Corona-Fall in Krefeld oder Mönchengladbach gegeben. „Auch bei unseren Besuchern ist uns nichts bekannt.“ Deren Personalien werden dokumentiert für den Fall einer Infektions-Nachverfolgung.

Regelungen für das Kresch

Im Kresch-Theater darf die Besuchzahl von 100 nicht überschritten werden. „Da wir aber schon zu Beginn der Spielzeit gesagt haben, dass wir den Schulen eine größere Sicherheit anbieten wollen, erfüllen wir bereits die verschärften Maßnahmen“, sagt Isolde Wabra, seit 2019 Leiterin des Kresch. „Wir mischen keine Schulen. Entweder bucht eine Klasse eine Vorstellung allein oder zwei Klassen der gleichen Schule eine gemeinsam und sitzen dann im Abstand von 1,50 Meter, getrennt voneinander durch Plexiglaswände, angeordnet wie in der Schule.“, beschreibt Wabra. Maximal 60 Personen sind derzeit pro Vorstellung zugelassen. „Deshalb ist die neue Regelung nicht so dramatisch.“

Zur Entlastung der Schulen schlägt sie für Schüler den regelmäßigen kostenlosen Besuch von Theatern vor. „Das würde den Schulen in ihrem Alltag helfen wie auch den finanziell unter Druck stehenden Kultureinrichtungen“, sagt Wabra.

Regelungen für die Kufa

In der Kulturfabrik gilt seit Montag Mund-Nasen-Schutz ab Betreten des Geländes. „Wir haben der Stadt ein Hygienekonzept vorgelegt und hoffen, dann rechtlich bis zu 200 Personen am Abend reinlassen zu dürfen“, sagt Pressesprecherin Katharina Schneider-Bodien. In der Kufa seien die Leute genauso sicher wie im Restaurant. Durch eine neue Einbahnstraßenregelung würden sich die Gäste nicht mehr begegnen. Auch sei ein neuer Ausgang und Fluchtweg geschaffen worden.