Stadt Düsseldorf plant weitere Parkplätze für Fahrräder im Straßenraum

Radverkehr : Die Abstellplätze für Fahrräder sind gut ausgelastet

Die Stadt will in allen Bezirken Parkplätze für Räder schaffen – notfalls auch gegen den Protest der Autofahrer.

Die Stadt will auch in diesem Jahr weitere Abstellplätze für Fahrräder im Straßenraum schaffen – wie viele genau, steht noch nicht fest. Räumlich soll das Angebot Schritt für Schritt auf alle zehn Stadtbezirke ausgedehnt werden. Bislang gibt es sie nur in der Innenstadt und den darum herum liegenden Stadtteilen. Als erstes kommt nun Benrath dazu. Das geht aus der Informationsvorlage von Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke hervor, die in dieser Woche in den Bezirksvertretungen eingebracht wird.

Stand März diesen Jahres gibt es 580 Fahrradbügel und 1121 sogenannte Fahrradabstellmöglichkeiten in verschiedener Form und Größe,  etwa als grünes großes Rad. Meist haben sie drei bis fünf Bügel, an denen jeweils zwei Fahrräder angeschlossen werden können. Als Standorte sollen – wie schon 2018 – noch vorliegende Wunschorte von Bürgern und Institutionen dienen.

Zugleich legt die Stadt eine erste Evaluation aller bislang 106 Rad-Abstellanlagen vor. Insgesamt seien sie gut genutzt worden, so habe die durchschnittliche Auslastung bei rund 58 Prozent gelegen, was etwas  mehr als einem Fahrrad pro Bügel entspreche. An drei Standorten stand kein Fahrrad, diese Abstellanlagen werden versetzt, was bei den neuerdings benutzten flexiblen Modellen möglich ist. An elf weiteren lag die Auslastung bei unter 25%, diese Standorte werden beobachtet und gegebenenfalls an Plätze mit mehr Nachfrage versetzt.

Wie berichtet, gibt es natürlich in Vierteln mit besonders hohem Parkdruck für Autofahrer regelmäßig Proteste, wenn Auto-Parkbuchten zweckentfremdet werden als Fahrrad-Abstellplätze. Und das, obwohl Studien immer wieder dokumentieren , dass deutsche Großstädte Autofahrern etwa 20 Mal so viel Platz im Straßenraum gewähren wie Radfahrern. Deshalb nutzt die Statd Düsseldorf Auto-Buchten auch nur für Räder, wenn es keine Alternative gibt. Zuschke macht aber auch deutlich, dass der Konflikt nicht vermeidbar ist, da es weder für Auto- noch für Radfahrer genügend Stellpllätze gibt. Mit Rädern freilich werde der Raum viel effizienter genutzt, da auf einen PKW-Stellplatz im Schnitt gut sieben Fahrräder passen.

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