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Ausstellung zu antisemitischen Postkarten im Landgericht Düsseldorf

Kultur Kompakt : Landgericht zeigt judenfeindliche Postkarten

Die Wanderausstellung „Abgestempelt“ ist ab Donnerstag zu sehen.

Am Donnerstag, 23. Januar, eröffnet um 17 Uhr im Düsseldorfer Landgericht die Wanderausstellung der Bundeszentrale für politische Bildung, „Abgestempelt. Judenfeindliche Postkarten“.

Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung des ASG-Bildungsforums, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und des hiesigen Landgerichts.

Die antisemitischen Postkarten stammen vom Berliner Sammler Wolfgang Haney. Die meisten datieren sich auf die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Sie sind als historische Quellen zu verstehen, die als Gebrauchsgegenstände einen direkten Blick in einen Alltag liefern, der durch Vorurteile und Diskriminierungen geprägt ist.

Die Ausstellungsmacher wollen nicht  nur auf Vergangenes verweisen, sondern auch über Motive und Bildsprachen aufklären. Die Besucher sollen lernen, sowohl Antisemitismus als auch andere Formen diskriminierender Etikettierungen in der Gegenwart zu erkennen und zu deuten. Wer die Ausstellung besucht habe, werde die im privaten, halböffentlichen und öffentlichen Raum geführten Diskurse über „die“ Ausländer oder „den“ Islam reflektierter wahrnehmen können, versprechen die Veranstalter.

Zur Eröffnung spricht Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen im Netz unter:

programm.asg-bildungsforum.de

lg-duesseldorf.nrw.de