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Düsseldorfer Altstadt: Aus Sicherheitspollern werden Stehtische

Sicherheitspoller : Düsseldorf: Aus Sicherheitspollern werden Stehtische

Wiebke Bruch hatte eine Idee für den Budenzauber am Burgplatz rund ums Riesenrad. Sie funktionierte die Anti-Terrorpoller um.

Zum ersten Mal ist Wiebke Bruch auf dem Weihnachtsmarkt ihres Vaters Oscar Bruch am Burgplatz dabei. Mit ihrem Stand „Le petit chalet“ sorgt sie gleich für Schlagzeilen. Denn ihre Holzhütte befindet sich direkt neben den Sicherheitspollern, die Anschläge mit Lkws auf dem Platz mit dem Riesenrad verhindern sollen. Bruch hat die — wegen ihrer Form auch „Legosteine“ genannten Betonpoller — pragmatisch verschönert. Die unteren beiden Steine bekamen eine Holzverkleidung an der Oberfläche, der obere wurde ganz eingehaust, dient nun als Stehtisch.

Oscar Bruch hat die Poller gekauft, da das günstiger sei als sie zu mieten, sagt die Tochter. Die Position sei entsprechend des Sicherheitskonzeptes der Stadt mit der Polizei abgesprochen.

Die Poller-Tische kämen bei den Kunden gut an. „Der Platz wäre verschenkt und so haben wir eine angenehmere Atmosphäre“, sagt die 26-Jährige, die stolz ist, auf dem Burgplatz Feuerzangenbowle anzubieten. Angst vor Terrorangriffen habe selbst übrigens keine. A.V.