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Die große Beachvolleyball-Party in Düsseldorf

Die große Beachvolleyball-Party in Düsseldorf

Knapp 30 000 Zuschauer kamen auf den Burgplatz. Viel Lob von Spielern und Zuschauern. Die Tour soll wieder kommen.

Düsseldorf. Aufgeschüttete Sandplätze, voll besetzte Tribünen, ein Stadionsprecher, der das Publikum einheizt — die Beachvolleyballtour kam am Wochenende in die Düsseldorfer Altstadt. In den aufgebauten Beachvolleyballcourts auf dem Burgplatz und dem Johannes-Rau-Platz machte die Beach Tour, die größte deutsche Turnierserie im Beachvolleyball, jetzt zum ersten Mal Halt in der Landeshauptstadt, und lockte so auch viele Altstadtbesucher zum Mitgucken an. Doch wie kommt die Veranstaltung bei Besuchern, Teilnehmern und Veranstalter an?

Foto: Lepke

Das sagen die Besucher: Gerade die Altstadtbesucher und Eventfans kamen voll auf ihre Kosten und brachten selber die richtige Stimmung mit. Dafür sorgten nicht nur die schnellen Ballwechsel zwischen den deutschen Spitzensportlern, sondern auch die eingespielten Pop- und Partysongs. „Die Spiele sind spannend und die Stimmung ist viel besser als erwartet. Nur der Videobeweis nervt mich hier genauso wie beim Fußball“, erzählt der 20-jährige Calvin, der gerade in der Altstadt mit seiner Fußballmannschaft den Aufstieg in die Landesliga feiert.

Für eingefleischte Volleyballfans bietet dieses Event teilweise doch zuviel Nebenprogramm. Thomas Tränkner (47), der seit über 30 Jahren am Netz steht und sichtlich leidenschaftlich die Spiele verfolgt, bedauert außerdem, dass die Plätze soweit auseinander stehen: „Da kommt keine Turnierstimmung auf, wenn man kaum mitbekommt, was auf den anderen Plätzen los ist.“ Trotzdem ist er bei den Spielen der Beach Tour voll dabei, fiebert bei den Leistungen mit, und erklärt, was ihn gerade beim Beachvolleyball so fasziniert: „Auf dem Sand ist jede Bewegung noch anstrengender. Und weil man nur zu zweit spielt, gibt es für niemanden eine Verschnaufpause.“ Besonders fiebert er dabei für die Spieler vom Düsseldorfer Spitzenverein TuSA 06 mit: „Das ist schon schön, die Spieler, die hier vor Ort spielen, bei so einem großen Turnier spielen zu sehen.“

Wie die Sportler das Turnier erleben: Für die Sportler war dieser Heimauftritt eine besondere Angelegenheit. TuSA-Spieler Daniel Wernitz war von der Stimmung bei den Spielen mitten in der Stadt begeistert: „Es ist ein besonderes Gefühl zu spielen, wenn so viel Unterstützung von den Rängen kommt. Sowohl von den Volleyballfans, als auch von den spontanen Besuchern kommt viel Stimmung an.“ Auch sportlich war die Beach Tour für ihn ein Erfolg, nachdem er kurzfristig einen Mitspieler finden musste, und vor dem Turnier nur ein gemeinsames Training mit Partner Lars Lückemeier absolvieren konnte: „Wir hatten in dieser Konstellation ja eigentlich nichts zu verlieren. Das war sehr befreiend. Ich merke aber auch, wie wir von Spiel zu Spiel besser harmoniert haben.“ Am Ende reichte es für das improvisierte Duo immerhin für das Viertelfinale.

Wie der Veranstalter die Premiere bewertet: Auch die Veranstalter der Beach Tour sind mit dem Gastspiel in der Landeshauptstadt sehr zufrieden: „Das Düsseldorfer Publikum steht dem in den Beachvolleyballhochburgen in nichts nach“, resümiert Axel Annink, Pressesprecher der Beach Tour, kurz nach dem Finale: „Die durchgängig vollen Ränge und 28 000 Zuschauer auf drei Tage verteilt sind für eine Premiere schon sehr gut.“ Deshalb soll auch in Kürze daran gearbeitet werden, dass Düsseldorf auch in den nächsten Jahren fester Bestandteil der Beach Tour sein wird.