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Burscheider auf Streik gut vorbereitet

Burscheider auf Streik gut vorbereitet

Schulen meldeten keine Verspätungen. Wiedenhoff-Ersatzbusse blieben leer.

Burscheid. Auch wenn es vereinzelte Flüche und Verspätungen gab: Ein Chaos in Burscheid durch den ganztägigen Streik im öffentlichen Dienst ist am Mittwoch ausgeblieben.

Zwar hatten sich die Fahrer der Wupsi der ersten Warnstreikwelle den ganzen Tag über angeschlossen, doch waren die Pendler auf andere Verkehrsmittel umgestiegen.

So blieben in den Morgenstunden zusätzlich eingesetzte Busse der Firma Wiedenhoff, die vom Streik nicht betroffen war, auf der Linie 239 zwischen Dabringhausen und Opladen fast leer.

„Die Resonanz war bescheiden“, erklärte Disponent Thomas Schneider bei einer Zwischenbilanz am Mittag. „Die Menschen waren gut vorbereitet.“ Ein Zusatzverkehr war von Wiedenhoff eingerichtet worden, weil die Strecke des „239er“ parallel vom Linienbus 240 der Wupsi angefahren wird. Dieser fuhr aber im Gegensatz zu manchen anderen Linien gar nicht.

Die Wupsi hatte einen Notfahrplan entworfen. Somit pendelte nur die Linie 430 zwischen Bergisch Gladbach und Busbahnhof — allerdings nur im Zwei-Stunden-Takt. Alle anderen Wupsi-Linien (252, 229, 213 und 260) verkehrten in Burscheid nicht. Deutlich mehr Autos waren deshalb auf der Straße. Das spürte auch Detlev Kicker, der seine Tochter mit dem Wagen in die Schule brachte, weil der Wupsi-Schulbus nicht fuhr.

„Ab Forellental in Lützenkirchen kam der Verkehr zum Stau bis zur Lützenkirchener Straße. Ich habe etwa 40 Minuten gebraucht von der Bürgermeister-Schmidt-Straße bis zum Werner-Heisenberg-Gymnasium in Lützenkirchen.“ Daniela Halfmann, ebenfalls betroffene Mutter, hatte Verständnis dafür.

„Die Wupsi hat den Schulen am Dienstag mitgeteilt, dass die Schulbusse nicht fahren. Von daher konnte man sich darauf einstellen und einen privaten Fahrdienst organisieren, damit die Kids pünktlich zur Schule und wieder nach Hause kommen.“

Wie aus einem Munde hieß es am Mittwoch dann auch aus den Sekretariaten des Landrat-Lucas- und Werner-Heisenberg-Gymnasiums sowie der Friedrich-Goetze-Hauptschule: keine Verspätungen von Schülern bekannt. Viele Eltern hätten ihre Kinder zumeist schon sehr früh mit dem Auto gebracht.