Ein pures Mode-Vergnügen

Zum Auftakt von Krefeld Pur präsentierten WZ und Schinke Couture eine Fashion-Show mit Laien-Models von der GSAK.

Der rote Teppich ist bei Schinke Couture ausgerollt. Während draußen auf der Königstraße am Freitagabend die Techniker und Ausstatter noch kräftig Hand anlegen für die am nächsten Mittag beginnende Krefeld-Pur-Veranstaltung, schreiten über 100 Gäste auf Einladung der Westdeutschen Zeitung schick gekleidet und bestens gelaunt in den Showroom von Wolfgang Schinke und Alexander Werner.

Foto: Dirk Jochmann

Gemeinsam feiern sie an diesem Abend in entspannter Atmosphäre den Auftakt des zweitägigen Mode-Wochenendes. Pure Mode, puren Genuss und pure Freude versprechen zur Begrüßung Alexander Werner und Daniel Poerschke, WZ-Verlagsleiter Krefeld/Niederrhein, den Gästen aus Handel, Gesellschaft, Brauchtum und Leserschaft.

„Krefeld Pur braucht eine Auftaktveranstaltung, und wir sind froh, dass wir sie gemeinsam mit Schinke dazu einladen können“, sagt Poerschke. Werner erinnert an die in diesem Jahr nicht stattfindende Fashionworld und die Verleihung der Seidenschleife jeweils am Vorabend als Auftakt: „Es ist schön, dass die WZ an diese Tradition anknüpft.“

An diesem Abend feiert die Modenschau von Schinke Premiere, die in kleinerem Umfang auch am Wochenende im „Baustellen-Überbrückungs-Mode-Mobil“, dem rollenden Couture-Express der SWK, gezeigt wird. Premiere haben auch die Mitarbeiter der Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft (GSAK), die neben erfahrenen Models als Laien in die Modelle von Alexandra Schiess und Hannes Roether schlüpfen. Sie laufen für einen guten Zweck und sammeln Spenden für den Schluff-Verein.

Die Mode von Alexandra Schiess und Hannes Roether ist pur — und avantgardistisch. Für die gebürtige Krefelderin und inzwischen international anerkannte Modedesignerin ist ein gutes Körpergefühl gleichbedeutend mit einem persönlichen Freiheitsgefühl. Darum konzentriert sie sich in ihrer Materialauswahl auf Jersey-Qualitäten.

Schiess verzichtet zudem auf unnötige Verschlüsse, Knöpfe oder einengende Bündchen und folgt in der Formensprache der Funktion und dem Komfort. Es entstehen puristische und formreduzierte Modelle. Die weiblichen Models tragen sie mit Nonchalance — ganz im Sinne der Erfinderin. Die schlichten Stoffe zumeist in Schwarz bieten die ideale Präsentationsfläche für funkelnden Diamantschmuck von Juwelier Kempkens.

Die Männer stattet Detlef Kempkens mit — wie Werner ankündigt — „Haben wollen“ aus. Es sind edle, sportliche Uhren großer bekannter Marken. Die Models tragen von Hannes Roether Strick-, Baumwoll- und außergewöhnliche Lederkreationen in ruhigen Farbtönen. Deren Schnitte sind schlicht, aber dennoch sportlich elegant. Kein Wunder, dass der Münchener Roether Lieblingsdesigner von Schauspieler Til Schweiger ist.

Den Models bereitet der ungewohnte Auftritt sichtlich Freude. Sobald die erste Nervosität auf dem Laufsteg sich gelegt hat, springt der Funke ins Publikum über. Für puren Genuss sorgt an diesem Abend die Privatbrauerei Bolten mit Hans-Otto Bolten persönlich am Zapfhahn und leckeren „Bütterkes“.

„Krefeld ist definitiv eine Modestadt, der Mix aus hochwertiger Fashion und Bodenständigkeit hat mir sehr gut gefallen“, sagt CDU-Ratsherr Gregor Grosche, der an dem Abend mit Rebecca Böger in Funktion als Bockumer Schützenpaar zu Gast ist. „Das war sehr schön, natürlich und sehr authentisch“, schwärmt Elke Dahm von Atelier Dahm-Moden. Ein rundum gelungener Abend und ein stimmungsvoller Auftakt für das Wochenende.