Deutsche Reisetipps: Hohe Liebe, Wein und Fischbrötchen

Deutsche Reisetipps: Hohe Liebe, Wein und Fischbrötchen

München (dpa/tmn) - Paare können über den Weiten Hessens „Ja“ sagen, Freunde des guten Tropfens an der Saale schlauer werden und Ostseebesucher bei Fischbrötchen die Sommerfrische genießen. Die Reisetipps im Überblick: Wilhelm Busch und die Holländer in Hannover

Das Museum Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst in Hannover zeigt eine neue Ausstellung. Sie trägt den Titel „Die holländischen Bilder hab ich freilich gern - Wilhelm Busch und die Alten Meister“. Zu sehen ist sie vom 28. April bis 4. August, teilt die Stadtverwaltung mit. Erstmals werden in der Ausstellung Gemälde von Wilhelm Busch zusammen mit seinen großen niederländischen Vorbildern gezeigt. Dazu gehören 45 Gemälde aus der eigenen Sammlung sowie 29 Leihgaben aus den Beständen der Kasseler Gemäldegalerie Alte Meister (Tel.: 0511/16 99 99 11).

Saale-Unstrut-Gebiet eröffnet Weinlehrpfad

Wissenswertes und Kurioses über die Tropfen der Region erfahren Wanderer auf dem Weinlehrpfad im Anbaugebiet Saale-Unstrut. Die 26 Infotafeln entlang des 13 Kilometer langen Wegs zwischen Laucha und Freyburg (Burgenlandkreis) sollen Weinliebhabern ein Bild von der Arbeit der Winzer und ihrer Produkte vermitteln. Auf ihnen werden Rebsorten vorgestellt. Auch die Geschichte des Weinanbaus an Saale und Unstrut wird erklärt. Zehn Tafeln wurden speziell für Kinder konzipiert. Sie stehen zwischen Weischütz und Zeddenbach. Das Weinanbaugebiet an Saale und Unstrut gehört zu den kleineren deutschen Anbauregionen.

„Gipfel der Liebe“: Heiraten auf Hessens höchstem Berg

Auf Hessens höchstem Berg können sich Brautpaare ab sofort das Jawort geben. Das Radom, eine ehemalige Radarkuppel auf der 950 Meter hohen Wasserkuppe in der Rhön, ist nun eine Außenstelle des Standesamtes Gersfeld. Beworben werde der neue Hochzeitsort mit den Worten „Gipfel der Liebe - Himmlisch heiraten auf 950 Meter“, sagte Kristin Wani von der Tourist-Information Gersfeld. Das Radom ist eine 18 Meter hohe Radarkuppel, die während der deutschen Teilung den Amerikanern und später der Bundeswehr zur Überwachung des Luftraums diente. Heute wird es unter anderem für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Eine Plattform rund um den kreisrunden Bau bietet eine gute Aussicht auf das Mittelgebirge.

Richard Wagner zum Ankuscheln in Bayreuth

In Bayreuth kann man sich dem großen Komponisten Richard Wagner auf ganz unkomplizierte Weise nähern - sogar Ankuscheln ist erlaubt. Zum 200. Geburtstag Wagners hat die Stadt eine Statue installieren lassen, teilt Bayreuth Tourismus mit. Richard Wagner sitzt dabei lässig auf einer Parkbank, die Beine sind übereinandergeschlagen, der Blick des Künstlers strahlt Zufriedenheit aus. Passanten können sich neben den Meister setzen und sich fotografieren lassen. Gestaltet hat die Skulptur der in Lettland lebende Künstler Norbert Folberger. Er hat bereits die Statuen und Skulpturen-Fragmente für die „Ring“-Inszenierung von Tankred Dorst bei den Bayreuther Festspielen geschaffen (Tel.: 0921/885 88).

Zeitreise in die Binzer Sommerfrische

Ende April präsentiert sich Binz fünf Tage lang als Badeort der Belle Epoque. Vom 27. April bis 1. Mai gibt es Ausflüge, Konzerte und Spaziergänge im Flair der Wendezeit vom 19. zum 20. Jahrhundert, teilt die Kurverwaltung mit. Am Dienstag gibt es zum Beispiel einen Ausflug zum Jagdschloss Granitz mit der Bäderbahn „Rasender Roland“. Am 1. Mai steigen Wagemutige in historischen Kostümen zum Anbaden in die Ostsee (Tel.: 038393/14 81 48).

Schleswig-Holstein feiert Weltfischbrötchentag =

Zum dritten Mal feiert die schleswig-holsteinische Ostseeküste am 4. Mai den Weltfischbrötchentag. Viele Ostseebäder beteiligen sich daran, teilt Ostsee-Holstein Tourismus mit. In Laboe bei Kiel etwa wird in einem Wettbewerb das leckerste Fischbrötchen gekürt. Außerdem lädt der Fischkutter „Röde Sild“ zu Besichtigungen ein. In Heikendorf gibt es Touren über die Kieler Förde. In Schönberg gibt es einen Shanty-Chor zu hören.

Zum Fischbrötchenhopping mit dem Weltfischbrötchenpass lädt die Hohwachter Bucht. Noch weiter nördlich in Eckernförde beginnt der Weltfischbrötchentag bereits am 3. Mai. Gäste können Räuchermeister Hartmann Hesse beim Räuchern zuschauen. In Grömitz haben sich drei Gastronomen zusammengeschlossen und wollen auf dem Seebrückenvorplatz das längste Fischbrötchen der Küste herstellen.

Starkoch Raue eröffnet neues Restaurant im Hotel Adlon

Starkoch Tim Raue eröffnet im Berliner Hotel Adlon am Brandenburger Tor sein zweites Restaurant. Es heißt „Sra Bua“ (Lotusteich) und soll für eine thailändisch und japanisch ausgerichtete Küche stehen. Geschäftspartner ist die Hotelgruppe Kempinski. Im „Sra Bua“ solle es lässiger als in seinem Stammhaus „Ma Tim Raue“ in Kreuzberg zugehen, etwas weniger aufwendig und auch preislich günstiger, sagte Raue am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Er sprach von einem „Casual-Restaurant“. Für den 39-Jährigen ist das Engagement im „Sra Bua“ auch eine Rückkehr an eine alte Wirkstätte. 2008 bis 2010 war er kulinarischer Direktor des japanisch geprägten „Uma“ im Hotel Adlon.

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