Kein „Breaking Bad“? - Serien-Junkies reagieren wie Drogenabhängige

Kein „Breaking Bad“? - Serien-Junkies reagieren wie Drogenabhängige

Aspach (dpa/tmn) - Ob „Lindenstraße“, „Breaking Bad“ oder „Mad Men“ - echten Serien-Junkies geht wenig über ihre Lieblingssendung. Wird diese unterbrochen, reagieren sie einer Studie zufolge wie Drogenabhängige.

Wenn Serien-Fans ein paar Minuten lang eine Folge sehen und dann der Bildschirm schwarz wird, zeigen sie einer Studie zufolge sogar körperliche Reaktionen, die denen von Drogenabhängigen ähneln. „Sie fangen an zu schwitzen, die Hauttemperatur sinkt, sie atmen tief ein und halten die Luft an“, berichtet Hirnforscher Kai-Markus Müller, der die Studie geleitet hat. 30 Probanden durften drei bis vier Minuten einer Serie ihrer Wahl sehen, dann simulierten die Wissenschaftler eine technische Störung.

Ähnliche Reaktionen wie die Versuchspersonen zeige auch ein Kokain-Abhängiger, dem man ein Päckchen Koks zeigt und wieder wegnimmt, erklärt Müller. Allerdings lasse sich daraus nicht ableiten, dass die Serien-Fans auch wirklich abhängig von ihrem liebsten TV-Format seien. Die Studie hatten der Pay-TV-Sender Fox und Vodafone in Auftrag gegeben.

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