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Shitstorm zu #heimkommen: Bahn kopiert Edeka-Opa und erntet Spott und Häme im Netz

Shitstorm zu #heimkommen : Bahn kopiert Edeka-Opa und erntet Spott und Häme im Netz

Die Deutsche Bahn betätigt sich in Sachen Marketing als Trittbrettfahrer. Doch der raffinierte PR-Coup geht nach hinten los und entwickelt sich zu einem handfesten Shitstorm für das Unternehmen.

Düsseldorf. (jp) Vor einigen Tagen sorgte die Supermarktkette Edeka mit ihrem neuen Werbespot für Furore. Der Clip zeigt einen einsamen Großvater, der aus Verzweiflung seinen Tod vortäuscht, um zum Weihnachtsfest seine Familie zu vereinen. Mittlerweile hat sich das Video in den sozialen Netzwerken zu einem echten Internethit entwickelt.

Die enorme Popularität des Clips ist auch der Deutschen Bahn nicht verborgen geblieben, deren Werbestrategen sich nun als Trittbrettfahrer betätigt haben.

Die Bildmontage der Deutschen Bahn zeigt den Edka-Opa in einen Speisewagen. Untertitelt ist das Werbemotiv mit dem Satz: „Lieber Opa, warte nicht bis sie zu Dir kommen.“ Dazu der Hinweis: „Sensucht nach der Familie? #heimkommen gibt’s bei uns schon ab 19 Euro.“

Bei Facebook und Twitter sorgt der raffinierte Schachzug der Bahn jedoch für viel Spott und Häme. Viele User kritisieren die dauernden Zugverspätungen, den schlechten Service oder die hohen Preise im Bordrestaurant.

Auch auf Facebook hagelt es unter dem Posting der Bahn negative Kommentare.

Ein User schreibt: "DB, Ihr seid so niveaulos. Der durchschnittliche Rentner kann sich heute kaum ein Ticket für die Regionalzüge leisten, geschweige denn für Deutschlandreisen. Erspart Euch unsinnige Werbung und Wasserköpfe von Vorständen und bietet endlich preisangemessene Produkte an!"

Zu Beginn versuchte das Socia-Media-Team der Bahn noch lustige und kreative Antworten zu geben. Später wurde gar nicht mehr auf die Kommentarflut geantwortet.