Wuppertaler Gesamtschüler laufen für den guten Zweck

24-Stunden-Lauf : Schüler laufen für den guten Zweck

Der 24-Stunden-Lauf der Gesamtschule Erich Fried in Ronsdorf war wieder ein toller Erfolg.

Man hätte meinen können, dass die Erich-Fried-Gesamtschule zu einer Leichtathletik-Hochburg werden könnte. Zumindest dann, wenn man das Engagement beim 24-Stunden-Lauf entlang der Talsperre gesehen hat. Dabei präsentierte sich die Schule von Sonntag bis Montag von ihrer besten sportlichen Seite. Auch das Rahmenprogramm mit Live-Musik, Promilauf und vielen weiteren Mitmach-Aktionen konnte sich sehen lassen. Zuletzt hatte die Gesamtschule im Jahr 2008 eine solche Veranstaltung durchgeführt.

„Wir haben einen tollen Wald und mit der Staumauer ein sehr schönes Ambiente. Daher wollten wir zum 40-jährigen Jubiläum wieder etwas gemeinsames veranstalten“, erklärte Lehrerin Stefanie Hermes den Gedankengang ihres Kollegiums. Die größte Herausforderung beim 24- Stunden-Lauf war dabei trotz der kurzen Strecke zwischen Schulgelände und Staumauer die Logistik. „Wir haben uns soweit es ging an unserer eigenen Ausrüstung bedient. Das war nicht einfach“, erklärte Hermes, die selbst auch die Laufschuhe geschnürt hatte und als gutes Beispiel voranging. Überhaupt war die Beteiligung sehr hoch: 1500 Teilnehmer konnten die Organisatoren nach den zwei Tagen verzeichnen. Nicht nur Hobbyläufer drehten auf der 1,4-Kilometer langen Strecke ihre Runden, sondern auch einige Aktive aus der Laufsportszene.

Die ältesten Läufer animierten
die jüngsten zur Höchstleistung

Mit Dieter Brendebühl aus Aachen und Ultraläufer Andreas Schroth waren die zwei meistgefragten Sportler schnell gefunden. Immer wieder wurden sie von den Schülern gefragt, bei wie vielen Runden sie denn inzwischen wären und ob das gesteckte Ziel von 100 Runden noch im Rahmen des Möglichen wäre. Und auch wenn es dazu am Ende nicht gereicht hat, waren die beiden leidenschaftlichen Läufer zufrieden. „Hier ist landschaftlich gesehen eine der schönsten Strecken“, sagte Brendebühl, der mit 79 Jahren zugleich der älteste Läufer war. „Es macht Spaß, die Kinder zum Laufen zu motivieren“, sagte der Kölner Schroth, der immer wieder ein paar junge Teilnehmer zu einer neuen Runde anspornte.

Mit jeweils fünf Runden hatten Lea-Marie (11) und Fiona-Marie ihr Soll erfüllt. „Wir wollen Geld für die Schulbibliothek sammeln“, sagten die Fünftklässlerinnen. Pro Runde erliefen sie 20 Euro. „Wir hoffen, dass nach Abzug aller Kosten viel übrig bleibt, weil wir zusätzlich auch Geld für das Bandwirker-Bad sammeln“, erklärte Stefanie Hermes. Damit die Kosten im Rahmen bleiben, wurde die Arbeit zwischen Lehrern, Schülern und Freiwilligen aufgeteilt. Selbst der Sanitätsdienst wurden von ausgebildeten Schülern übernommen. Dass es eine Wiederholung geben wird, bekräftigte Stefanie Hermes angesichts der vollbrachten Leistung.

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