Aufsteiger Cronenberger SC will sich in der Oberliga etablieren

Fußball-Oberliga : CSC will sich in der Oberliga etablieren

Wuppertals Nummer zwei im Fußball baut auf eine intensive Vorbereitung und Kontinuität.

Aufgalopp für das Flaggschiff des Wuppertaler Amateurfußballs hinter dem WSV: Am Montag ist Oberligist Cronenberger SC in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Und ausgerechnet dort, wo vor rund vier Wochen der umjubelte Aufstieg in die Oberliga Niederrhein gelang, ging es auch wieder los. Am Wuppertaler Freudenberg bat Trainer Peter Radojewski seine Mannschaft zu einer ersten Einheit. Viele weitere werden bis zum Saisonstart am 11. August folgen. Immerhin: Petrus meinte es zunächst gut mit den CSC-Spielern - die große Hitze vom Wochenende war weg. Mächtig ins Schwitzen werden die Akteure in den nächsten Wochen aber auch unabhängig vom Wetter kommen, denn Trainer Peter Radojewski will die Zügel kräftig anziehen und so die physischen und spieltaktischen Grundlagen für die  Oberliga-Saison schaffen, in der der CSC mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben möchte.

„Wir wollen mit breiter Brust in die Saison gehen und sollten uns nicht nach hinten sondern nach vorne orientieren“, so Radojewski.  Am Freudenberg konnte der 50-jährige zunächst fast seinen gesamten Kader, darunter auch die vier externen Neuzugänge Lutz Radojewski, Juil Kim, Mike Maron und Linus Sacher, begrüßen. Gerade von seinem Neffen Lutz erhofft sich Peter Radojewski dabei weitere Impulse für die sowieso schon hervorragend besetzte Offensive des Aufsteigers: „Mit Lutz kommt neben spielerischer Klasse auch unheimlich viel Erfahrung in die Mannschaft. Er kann ein Häuptling auf dem Platz werden, das ist für uns ganz wichtig“. Spannend wird zu beobachten sein, ob das so erfolgreiche Sturmduo Ercan Aydogmus/Kabiru Mohammed auch in der fünften Liga für Furore sorgen kann. Während Aydogmus da weitermachen will, wo er in der Landesliga mit sagenhaften 42 Toren aufgehört hat, könnte Kabiru mit seiner Schnelligkeit die ein oder andere Defensive vor erhebliche Probleme stellen.

Nach den Abgängen von Davide Leikauf und David Schättler drückt der Schuh derweil vor allen Dingen noch auf der rechten, defensiven Außenbahn. „Wir haben mit Edin Husedic einen starken, jungen Spieler verpflichtet, der auf beiden Außenbahnen spielen kann, wollen aber explizit für die rechte Seite noch nachlegen“. Der Sportliche Leiter Mohamed Dair verriet außerdem, dass in Kürze  noch ein Schlussmann verpflichtet werden soll, der dann mit Aufstiegstorhüter Damir Ivosevic und Neuzugang Linus Sacher ein Trio im Tor bildet.

Mitaufsteiger TVD Velbert holt
viel zusätzliche Qualität

Mit Mitaufsteiger TVD Velbert kann sich der CSC bei den Neuzugängen sicher kaum messen. Am Montag gaben die finanziell gut aufgestellten Dahlbecksbäumer, die  unter anderem Jan-Steffen Meier und Dennis Malura vom WSV verpflichtet haben, mit dem zweitligaerfahrenen Björn Kluft und Ex-CSCer Max Eisenbach zwei weitere, prominente Wuppertaler als Neuzugänge bekannt. Will der CSC die Klasse halten und einen Platz im gesicherten Mittelfeld erreichen, muss er vermutlich also auf andere Mannschaften schielen. „Ich sehe neben dem TVD sechs Mannschaften, die sich so gut verstärkt haben, dass sie sicher eine hervorragende Rolle spielen werden“, gibt Radojewski eine erste, vorsichtige Einschätzung ab.

Wann die Cronenberger in der stark besetzten Oberliga auf welche Mannschaft treffen, stellt sich voraussichtlich kommende Woche heraus. Dann soll nach Aussage von Staffelleiter Clemens Lüning der Spielplan für die Oberliga erscheinen.

(mkp)
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