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Würfel-Pommes feiern gelungenen Start im Wuppertaler Luisenviertel

Gastronomie : Würfel-Pommes feiern einen gelungenen Start

Gleich am ersten Tag gingen 80 Kilogramm Kartoffeln über die Ladentheke. Da hieß es am Sonntag erst einmal neue Ware schrubben.

Was kann einen neuen Pommes-Laden besonders machen? „Es ist die Qualität der Fritten“, meint Yannick Potarczyk zu seinen „Cube Fries“, nach denen er seinen nun eröffneten Laden an der Friedrich-Ebert-Straße 53 benannt hat. Außergewöhnliche Kartoffeln will er nicht nur durch Qualität erreichen, die durch lokale Mentalität sichergestellt werden soll: „Wir haben regionale Bio-Kartoffeln, die werden im Laden direkt verarbeitet“, erklärt der Initiator. Wiedererkennungswert soll auch durch die Form der Fritten entstehen, die ihnen den Namen gab: Nicht Stäbchen, sondern etwa eineinhalb Zentimeter hohe Würfel werden angeboten. Potarczyk lässt den simplen Snack wie feinste Gourmet-Küche erscheinen, wenn er beschreibt, welche Vorteile daraus entstehen: „Die Form sorgt für mehr Oberfläche“, sagt er und attestiert seinem Werk dadurch mehr Knusprigkeit. Verschiedenste Saucen und Beilagen komplettieren das Menü.

Es scheint gut anzukommen, wie die Eröffnung am Samstag zeigte: „Wir haben nicht mit so einem Ansturm gerechnet“, gibt Potarczyk zu und berichtet: „Wir sind komplett ausgelastet gewesen, es war ein super Start.“ Wenn der Inhaber von „wir“ spricht, klingt das nach mehr, als es ist, denn „Cube Fries“ kann als Ein-Mann-Unternehmen bezeichnet werden. Zwar bekommt Potarczyk bei Bedarf Verkaufs-Hilfe von seinem ebenfalls selbstständigen Vater, das Konzept und dessen Umsetzung realisierte der 28-Jährige jedoch größtenteils allein.

Dabei empfindet auch er die Gründung eines Gastro-Betriebes während der Zeit der Pandemie als „hohes Risiko“. Die aktuelle Lage machte ihm zumindest einen halben Strich durch die Rechnung, denn ursprünglich sollte es auch Tische geben; nun ist das Konzept auf Take-Away-Pommes reduziert. Einen detaillierten Plan arbeitete Potarczyk bereits im Sommer 2019 aus: „Ich war überzeugt von meiner Idee, dann kam Corona.“ So gibt es immerhin die Chance zur Erweiterung; wenn die Bedingungen stimmen, soll es in der zweiten Etage Sitzplätze geben.

Bis dahin kann der neue Laden online unterstützt werden. Per Internet-Link, zu finden auf Instagram, können in Gutschein-Form vorab Portionen bestellt werden. „Es geht mir um Planungssicherheit in dieser Zeit, ich freue mich aber auch über Spenden“, erläutert Potarczyk. Dienstags bis samstags öffnet der Neuzugang die Tür an der Friedrich-Ebert-Straße. Warum gerade hier? „Ich wollte nur ins Luisenviertel, woanders konnte ich mir mein Konzept nicht vorstellen.“