Wicküler Park: Konzept gegen weiteren Leerstand

Wicküler Park: Konzept gegen weiteren Leerstand

Neue Geschäfte, neue Fassade und eine verbesserte Gastronomie. So soll das Fachmarktzentrum attraktiver werden.

Unterbarmen. Der Wicküler Park ist in die Jahre gekommen. Am 15. Oktober 1996 wurde der Gebäudekomplex auf dem Gelände der ehemaligen Wicküler Brauerei eröffnet. Nun hat die Investorengruppe Wicküler Park Zwei GmbH & Co KG, hinter der die Clees-Gruppe als Betreiber und Inhaber steht, der Verwaltung ein umfassendes Konzept zur Umstrukturierung und Neugestaltung vorgelegt. Ziel ist es, das Unterbarmer Einkaufszentrum wieder attraktiver zu machen und weitere Leerstände zu verhindern. Der Wicküler Park umfasst Verkaufsflächen von insgesamt 28 300 Quadratmetern und erstreckt sich auf zwei Bereiche südlich und nördlich der Bahnlinie.

Der zuständige Stadtplaner Michael Foerster ist gespannt, wie die Politiker das Nutzungskonzept beurteilen. Im Zentrum möglicher Diskussionen könnte die Frage stehen, die zum Beispiel bei der Ansiedlung von Ikea oder der Erweiterung der City Arkaden die Gemüter erregt: Schaden oder nutzen die Pläne dem Einzelhandel in den Zentren von Elberfeld und Barmen?

Am 9. April befasst sich zunächst die Bezirksvertretung Barmen mit dem Konzept, es folgen Beratungen im Ausschuss für Stadtentwicklung (17. April) und in der Bezirksvertretung Elberfeld (24. April). Gibt es keinen politischen Gegenwind, kann das Konzept ohne Ratsbeschluss umgesetzt werden. Die Verwaltung begrüßt, dass der Wicküler Park neu aufgestellt werden soll. „Eine Vergrößerung der Verkaufsfläche ist nicht vorgesehen. Und gegen Verbesserungen der Gastronomie im Erdgeschoss ist nichts einzuwenden“, sagt Foerster. Zur Steigerung der Anziehungskraft sollen neu gestaltete Fassaden und der Umbau des Vorplatzes beitragen. „In dem Konzept sind einige Anfragen zu Einzelmaßnahmen gebündelt worden. Das heißt aber nicht, dass wir das Konzept einfach durchwinken werden“, so Foerster.

Die Verwaltung lehnt zum Beispiel die Ansiedlung eines Restpostenmarktes (1650 Quadratmeter) im südlichen Bereich ab, da hier auch zentrenrelevante Waren verkauft würden, also Konkurrenz zum Einzelhandel in den Zentren Elberfelds und Barmen entstehen könne. Der Bereich jenseits der Bahnlinie (15.000 Quadratmeter Verkaufsfläche) bleibt Fachmärkten vorbehalten. Der Anteil des zentrenrelevanten Sortiments ist dort mit 1350 Quadratmetern negrenzt. Im nördlichen Bereich, der zwischen B 7 und der Bahnlinie liegt, sind dagegen rund 40 Prozent der 13.300 Quadratmeter Verkaufsfläche mit zentrenrelevanten Waren bestückt. Hier sieht das Konzept unter anderem die Ansiedlung einer Apotheke, eines Drogeriemarktes und eines Tierfutterfachmarkts sowie die Verlagerung des Textildiscounters auf das 1. Obergeschoss vor. Unbedenklich — so die Einschätzung der Verwaltung.

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