Wirtschaft mit Strahlkraft Gründer aus aller Welt präsentierten ihre Ideen in Wuppertals Circular Valley

Wuppertal · Start-ups und etablierte Unternehmen fanden im Elberfelder Codeks zusammen.

  Circular Valley-Geschäftsführer Andreas Mucke (v.l.) im Gespräch mit den Start-up-Gründern Sarvesh Poddar (Sustanix) sowie Mild Karoon-ngampun und Boontarika Suwanteepratch (Upcyde).

Circular Valley-Geschäftsführer Andreas Mucke (v.l.) im Gespräch mit den Start-up-Gründern Sarvesh Poddar (Sustanix) sowie Mild Karoon-ngampun und Boontarika Suwanteepratch (Upcyde).

Foto: Fischer, Andreas

Dass es ein zukunftsorientierter Nachmittag in den Räumen von Codeks in Wuppertal-Elberfeld werden würde, verriet wohl schon das Motto der Veranstaltung, die hier am gestrigen Montagnachmittag stattfand: „Grow the Economy – Protect the Environment“, zu Deutsch „Die Wirtschaft wachsen lassen und die Umwelt schützen“.

Hinter diesem Motto verbarg sich die nächste Runde des Start-up-Förderungsprogramms des Circular Valley. Bis zum 23. Februar hatten Start-up-Gründer aus der ganzen Welt die Möglichkeit, sich für dieses zu bewerben. Ausgewählt wurden insgesamt 15 Start-ups von vier Kontinenten (die WZ berichtete). Zehn von ihnen stellten sich nun bei der Kick-Off-Veranstaltung am Montag vor, präsentierten ihre Geschäftsmodelle, den Impakt, den sie auf Wirtschaft und Umwelt haben und was sie bisher erreichen konnten.

Dabei ganz Ohr: viele renommierte Unternehmen aus der Rhein-Ruhr-Region, darunter etwa die Bayer AG, Vorwerk, Coroplast oder Knipex, die sich im Publikum befanden. Denn: Ziel der Veranstaltung war vor allem das Zusammenführen von Start-ups und passenden Unternehmen, um so Austausch und mögliche künftige Kooperationen zu fördern.

„Das ist genau das,
worum es uns am Ende geht“

Unter den Start-ups, die sich am Montagnachmittag vorstellten, war unter anderem „Upcyde“ aus Dänemark. Ihre Geschäftsidee soll auf nachhaltige Art und Weise Farmern zugute kommen, indem sie Abfälle aus der Landwirtschaft, für deren Entsorgung Farmer im Normalfall Geld zahlen müssen, recyceln, so die Kosten für die Farmer senken und neue Produkte wie Leder aus Bananen erschaffen, die dann wiederum zu einer neuen Einkommensquelle für die Farmer werden können.

Nach der Präsentation ihrer Vision ist CEO Mild Karoon-ngampun sichtlich zufrieden. „Das Ergebnis ist sehr gut, wir konnten uns bereits mit vielen interessanten Unternehmen verknüpfen und der nächste Schritt für uns ist nun, nochmal auf sie zuzugehen und die Beziehung zu stärken“, berichtet sie. „Das wäre die beste Möglichkeit für unser Start-up, um auf dem deutschen Markt anzuknüpfen.“

Und auch das Start-up „Circular Structures“, das Produkte aus nachhaltigen Naturfasern produziert, erfreute sich über reges Interesse an ihrer Idee. „Ich bin gespannt, was sich aus den Gesprächen entwickelt, aber es ist sehr interessant zu sehen, dass ein grundsätzliches Interesse besteht“, so Circular Structures-Projektmanager Paul Münchenberg. „Das ist beidseitig. Alle hier im Raum haben richtig Bock auf diese Themen.“ Auf das Start-up zugekommen ist unter anderem das Unternehmen vombaur. „Wir haben uns durch den Vortrag kennengelernt. Wir wären ein potentieller Lieferant und könnten wiederum von ihnen lernen, wie man ein nachhaltiges Produkt in den Kreislauf einbauen kann“, erzählt Hauptgesellschafter Peter vom Baur.

Beim Circular Valley selbst herrschte ebenso Zufriedenheit über den Ausgang des Nachmittags. „Genau so haben wir uns den Tag heute vorgestellt. Wir hatten sehr viele interessante Vorträge von Unternehmen und Start-ups und anschließend eine rege Diskussion zwischen allen“, freute sich Circular Valley-Initiator Carsten Gerhardt. „Das ist genau das, worum es uns am Ende geht: diese Verbindung zwischen beiden Seiten herzustellen.“ Die Start-ups werden ihre Ideen nun die nächsten drei Monate lang weiterentwickeln. Die nächsten zwei großen Veranstaltungen für die Öffentlichkeit werden der „DemoDay“ am 28. Mai sowie das Circular Valley Forum am 15. November.

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