Bergische Universität Weniger Arbeitsplätze, mehr E-Books

Hybride Bibliothek ist kein Neuland für die Uni.

 Im Lesesaal dürfen momentan nur wenige Studenten gleichzeitig arbeiten.

Im Lesesaal dürfen momentan nur wenige Studenten gleichzeitig arbeiten.

Foto: Uni/S. Jarych

Zu den wichtigen Orten für Studierende gehören nicht nur Hörsaal und Seminarraum, sondern auch die Bibliothek. Um Bücher für Hausarbeiten und Hintergrundwissen auszuleihen, für viele aber auch, um konzentriert und ungestört zu arbeiten. Im Frühjahr war vor allem Letzteres erst einmal nicht mehr machbar. Doch nach und nach haben Leiter Uwe Stadler und seine Mitarbeiter den Betrieb wieder hochgefahren. 

„Im April gab es bei uns nur einen Bestell- und Abholservice“, sagt er. Studierende konnten zuhause Bücher aussuchen und dann an der Leihtheke abholen. Zugang zur Bibliothek selbst hatten sie erst im Juni wieder. Ab dann konnten sie wieder durch die Reihen gehen und Bücher vor Ort aussuchen. Dafür wird auch jetzt noch eine halbe Stunde Zeit gegeben. Ähnlich wie in Supermärkten achten die Mitarbeiter anhand von Körben darauf, wie viele Besucher gleichzeitig im Gebäude sind. Etwa 30 Besucher dürfen es sein.

Ende Juni standen auch wieder 60 Arbeitsplätze zur Verfügung. Ins neue Semester startet die Bibliothek mit 70 Lese- und Arbeitsplätzen für normale Nutzer, die diese vorher online reservieren müssen. Auch für das Besuchen der Online-Vorlesungen an einem Platz auf dem Campus stellt die Bibliothek 64 Plätze bereit. Doch auch, wenn das zuerst nach viel klingt: Normalerweise gibt es 750 Plätze, an denen die Studierenden arbeiten können. „Das ist also nur ein Bruchteil von dem, was wir eigentlich anbieten können“, sagt Uwe Stadler. Aktuell gibt es etwa 300 Besucher, die über den Tag verteilt die Dienste der Bibliothek vor Ort nutzen. 

Auch online gibt es Angebote - wie in vielen anderen Bereichen der Uni. Etwa eine Führung durch die Räume, Anleitungen, wie die Ausleihgeräte zu benutzen sind oder wie Literaturverwaltungsprogramme einem die Arbeit beim Sammeln von Quellen für die Hausarbeit erleichtern können. Vieles davon als Video aus der Konserve, einige Schulungen auch live per Videokonferenz. 

Außerdem hat die Uni-Bibliothek ihr Angebot an E-Books ausgebaut. „Wir waren da vorher schon ganz gut aufgestellt. Jetzt haben wir das aber noch verstärkt“, sagt Uwe Stadler. Etwa 130 000 Bücher können Studierende mit ihrem Zugang nun auch von zuhause nutzen. 

Vieles davon, so Stadler, sei sicher auch für die Zeit nach der Pandemie noch nützlich. Die Erklär-Videos zu allgemeinen Fragen rund um die Nutzung der Bibliothek etwa könnten die Studierenden auch später noch abrufen. Und damit, nicht nur das Semester, sondern auch die Medien in der Bibliothek hybrider - also mit noch mehr digitalen Medien neben den konventionellen - zu gestalten, ist man jetzt schon ein Stück weiter gekommen. cas