Weiße Weihnachten gibt es in Wuppertal selten

Wetterrückschau : Weiße Weihnachten gibt es in Wuppertal selten

Zuletzt hat es vor acht Jahren an den Feiertagen geschneit. 2018 soll es wieder grau werden.

Es wäre ein Kindheitstraum vieler: Weiße Weihnachten. Doch auch in diesem Jahr ist so ein Wetter nicht zu erwarten. Obwohl die Vorhersagen noch etwas unsicher sind, besteht unter den Wetterdiensten Einigkeit, dass sich auch 2018 wohl das typische „Weihnachtstauwetter“ einfinden wird.

So schreibt Meteorologe Sebastian Schappert für den Deutschen Wetterdienst (DWD): „Etwa Mitte Dezember kommt es manchmal zum nächsten Kaltluftvorstoß und weiterem Schneefall.“ Dieses Wetter erlebte das ganze Rheinland am 3. Advent. Der Heilige Abend zeige sich eher „grün-grau“.

Doch so ist es nicht in jedem Jahr gewesen. Die Daten der Wetterstation des DWD in Buchenhofen belegen es. In den vergangenen 40 Jahren schneite es selten an Weihnachten, wie 1981 – nicht viel, aber zwischen Heiligabend und dem zweiten Weihnachtstag stieg die Schneehöhe von vier auf sechs Zentimeter. Zum Rodeln dürften 13 Zentimeter am 26. Dezember 1986 genügt haben und während es 2001 und 2009 gerade mal für ein paar Zentimeter an Heiligabend gereicht hat, dürften sich viele noch an den Schnee-Winter 2010 erinnern. In Buchenhofen war die Schneedecke an allen Feiertagen durchgehend mindestens 20 Zentimeter dick. Die Station in Gevelsberg hat sogar 26 Zentimeter notiert.

An diese Schnee-Pracht kann sich auch der Hobby-Fotograf Achim Otto (72) aus Vohwinkel erinnern. Eines seiner Fotos zeigt einen Pkw, der sich durch eine dick verschneite Nebenstraße quetscht.

2017 war es an Weihnachten bewölkt und relativ mild

Und der Wuppertaler hat noch mehr Erinnerungen an das Wetter an Weihnachten. In seinen Notizen hat er festgehalten, dass das Wetter 2017 bewölkt war – mit Temperaturen bis zu 8° C. Das bestätigt auch Karsten Mix für den Deutschen Wetterdienst. In seiner Antwort auf die Anfrage der WZ schreibt er: „Am Heiligen Abend 2017 wurden an der Station Buchenhofen Temperaturen um 8°C gemessen und am Morgen und am Vormittag fiel etwas Niederschlag.“

Wuppertaler Familienfotos aus dem Jahr 2014 dürften auch noch den einen oder anderen Schnappschuss mit Weihnachtsdekoration und Schnee zeigen. Am 27. Dezember notierte Achim Otto: „Schnee, sonnig und kalt“. Das Weihnachtstauwetter zählt laut DWD zu den „Singularitäten“ (Witterungsregelfälle) und ist – je nach Region – mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent jährlich zu erwarten. Neu sind grüne Weihnachten auch nicht, wie ein Blick ins digitale Zeitungsarchiv zeit.punktNRW zeigt. Die Langenberger Zeitung meldete am 24. Dezember 1927 Temperaturen, die zwischen 4°C und 8°C lagen.

Nach so vielen grünen Weihnachtsfesten wäre dann – statistisch gesehen – 2019 vielleicht noch einmal Schnee möglich.