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Weihnachtsmarkt: Würstchen bringen die Einnahmen

Weihnachtsmarkt : Würstchen bringen die Einnahmen

Trotz des Wetters sind die Veranstalter zufrieden mit dem Verlauf des Weihnachtsmarkts.

Peitschende Regenböen sind ein denkbar ungünstiger Hintergrund, wenn man erfahren will, wie zufrieden Aussteller und Besucher mit dem überschaubaren Barmer Weihnachtsmarkt sind, der seit dem 26. November und noch bis zum 23. Dezember auf dem Johannes-Rau-Platz am Rathaus stattfindet.

Dennoch, es war überwiegend Positives, was die Betreiber der rund 30 Buden sagten. Was sicher auch an der angenehmen Atmosphäre liegt, die beispielsweise Claudia Kuhlmann verbreitet, die trotz höchst unwirtlicher Witterung zu jedem Fischfilet noch ein strahlendes Lächeln servierte.

„Hervorragend“, fand Birgit Buschmann das Angebot an den drei Ständen der ISG Barmen-Werth, an denen es weihnachtliche Artikel unter dem Motto „Wuppertaler Geschenkewelt“ zu kaufen gibt.

Ja, die Schwebebahn, die für das nächste halbe Jahr in den Depots Staub ansetzt, war in vielfältigster Form erhältlich. Als blaue Seife, in Schokoladenform, aber auch als Modell aus Pappelholz zum Selberbasteln. Verkauft von liebenswürdigen jungen Damen, von denen Fabienne auch als Weihnachtsengelchen zusammen mit Weihnachtsmann Paul Decker Süßigkeiten verteilt hatte und auch auf diese Weise den liebenswürdigen Charakter des Barmer Weihnachtsmarktes unterstrich.

„Unsere drei Stände, an denen wir vor allem Typisches aus Wuppertal verkaufen, sind großartig angekommen“, so Thomas Helbig, der Geschäftsführer der ISG Barmen/Werth, der vor allem auf das Ronsdorfer Unternehmen Pebaro hinwies. „Eine der wenigen deutschen Firmen, die noch Laubsäge-Bausätze verkaufen.“

Da sich das Wetter in den vier Weihnachtsmarktwochen nur selten von seiner unangenehmsten Seite gezeigt hatte, war man mit den Besucherzahlen wohl auch recht zufrieden, wie Michael Müller, der Vorsitzende der IG Schausteller anmerkte.

Er wies darauf hin, dass es nicht Kunsthandwerkliches ist, das für die kostendeckenden Umsätze sorgt, sondern die Stände, die die Klassiker Rostbratwurst und Currywurst, Pommes frites, Poffertjes und Glühwein, Punsch, Kakao und Cola anbieten. „Das möchten auch die Mitarbeiter der großen Firmen verzehren, die mittags hier zu uns kommen“, so Müller.

Da war die Winzerstube, in der man seinen Glühwein drinnen genießen konnte, natürlich ein weitgehend wetterunabhängiger Trumpf. „Hier treffen sich die Leute auch abends noch und stehen gemütlich bei einander“, hörten wir. „Die wollen oft um 20 Uhr noch nicht nach Hause gehen“, verriet Marco Steinmetz, der das Publikum mit wärmenden Getränken versorgt.

„Ich stehe seit fünf Jahren auf dem Barmer Weihnachtsmarkt und meine, dass noch nie so viele Besucher hier waren“, sagt Helmut Klamra, der Wuppertaler Postkarten und liebenswürdige Kleinigkeiten verkauft. „Wir haben noch einen richtigen Weihnachtsbaum aus einem Stück und nicht so eine zusammen gebastelte Fichte wie auf anderen Weihnachtsmärkten“, stellt er mit Barmer Lokalpatriotismus fest.