Vohwinkeler Flohmarkt: Trödelfans zählen schon die Wochen

Vohwinkeler Flohmarkt: Trödelfans zählen schon die Wochen

Hauptorganisator Frank Varoquier ist gedanklich bereits beim großen Flohmarkt am 24. September. Händler sollten sich am besten schnell einen Stand sichern.

Vohwinkel. Diesen Termin sollten sich nicht nur Trödelfans aus dem Stadtteil vormerken. Am 24. September startet wieder der Vohwinkeler Flohmarkt. Zwischen Kaiserplatz und Hammerstein werden rund 400 Händler alles bieten, was Keller und Speicher hergeben. Die Organisatoren erwarten bis zu 250 000 Besucher. Das große Festwochenende beginnt bereits einen Tag vorher mit Nachbarschaftsfest und Vohwinkel-Tag.

Zum Datum hatte es zuletzt etwas Verwirrung gegeben. Gefeiert wird in der Regel am letzten Wochenende im September. Das liegt in diesem Jahr aber genau zwischen den Monaten. Daher gehen das Trödelspektakel und die anderen Feste etwas früher über die Bühne. „Als Faustregel gilt, dass der Flohmarkt immer am letzten Sonntag im September stattfindet“, erklärt Hauptorganisator Frank Varoquier. An dieser Tradition solle festgehalten werden, auch wenn am 24. September parallel die Bundestagswahl läuft. „Es gab schon in der Vergangenheit wichtige Wahlen am Flohmarkttag und das war nie ein Problem“, sagt Varoquier.

Wichtiger ist für ihn, dass sich die Händler rechtzeitig ihren Stand sichern. Immerhin sind es durch den früheren Termin nur noch acht Wochen, bis die Kaiserstraße zur Trödelmeile wird. Rund ein Drittel der Plätze ist bereits vergeben. „Es wäre schön, wenn die Leute nicht erst auf den letzten Drücker buchen würden“, betont der Veranstalter. Ansonsten laufe alles nach Plan.

Frank Varoquier und seine Mitstreiter organisieren den traditionsreichen Flohmarkt bereits zum fünften Mal. Im dritten Jahr wird über die komplette Strecke bis Hammerstein getrödelt. „Wir haben natürlich viel Erfahrung gesammelt und einiges ist mittlerweile Routine“, sagt der Vorsitzende des Vereins Vohwinkeler Flohmarkt. Gleichwohl bleibe die Organisation einer solchen Großveranstaltung eine enorme Herausforderung.

Zum Sicherheitskonzept fanden schon Gespräche mit den Ordnungsbehörden statt. Wie bei der B7-Feier soll es Durchfahrtssperren an den Endpunkten der Festmeile geben. „Allerdings wären die dort benutzten Container für uns zu groß, da die Händler dann nicht mehr durchfahren können“, erläutert Frank Varoquier. Er prüft gerade zusammen mit der Feuerwehr die Möglichkeiten.

Beim Flohmarkt wird es wieder eine kleine Bühne geben. Hier soll unter anderem der Musiker Nickey Barker auftreten. Die Lienhardstraße will der Verein aus organisatorischen Gründen nicht einbinden. Auch bei den anderen Veranstaltern laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren.

Am Samstag vor dem Flohmarkt können die Gäste auf dem Lienhardplatz die fröhliche Atmosphäre beim Nachbarschaftsfest genießen. Hier ist die Arbeitsgemeinschaft Vohwinkeler Vereine (AGVV) mit vielen Ständen vertreten. Außerdem wird es ein abwechslungsreiches Musikprogramm auf einer großen Bühne geben. Dafür werden noch Nachwuchsbands und Einzelkünstler aus dem Stadtteil und der Umgebung gesucht. Auch Aufführungen von Schulen, Vereinen und Kindergärten sind geplant. Nicht fehlen darf der traditionelle Fassanstich am Vormittag.

„Es ist wirklich schön, dass die drei gemeinsamen Veranstaltungen eine Vohwinkeler Einheit bilden“, sagt AGVV-Vorsitzende Nicole Stöcker. So sieht es auch Annette Raabe-Vehlow, zweite Vorsitzende der Aktion V. „Wir freuen uns auf ein tolles Fest für Vohwinkel“, sagt sie. Die Werbegemeinschaft organisiert ebenfalls am Samstag den Vohwinkel Tag. Auch diesmal soll die bunte Leistungsschau der Einzelhändler und Gewerbetreibenden zeigen, was der Stadtteil alles zu bieten hat.

Das Angebot reicht von schicker Mode über die Präsentation verschiedener Dienstleistungen bis zu praktischen Tipps für das Wohlbefinden. Außerdem machen auf der Kaiserstraße Kirchen, Schulen, Kindergärten und soziale Einrichtungen mit.

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