Niemandsland

Um die Nutzung der paar Quadratmeter, die mehr oder weniger zufällig im Rücken des Primark-Gebäudes frei geblieben sind, wird nun schon seit Jahren gerungen. Über die Pläne für ein Radhaus diskutierten die Politiker mit der Verwaltung solange, bis die Kosten davongelaufen sind und das Projekt beerdigt wurde.

Nun gibt sich die Verwaltung die Blöße, keine Alternativpläne vorlegen zu können oder vorlegen zu wollen. Das hat den CDU-Fraktionsvorsitzenden Hans-Jörg Herhausen derart gefuchst, dass er vorab angekündigt hat, die CDU werde die Einrichtung einer Zone für wartende Taxis beantragen. Zumindest bei der SPD und auch beim Grünen Kernbündnispartner dürfte er damit keine Freude ausgelöst haben. Schließlich hat jeder Quadratmeter „neuer“ Döppersberg viel Geld gekostet. Eine Vorfahrt für die Taxis am Hauptbahnhof hätte zumindest den Vorteil, dass rund um die Uhr die soziale Kontrolle gewährleistet wäre. Der Platz Ost wird das schwarz-grüne Bündnis im Rat nicht spalten. Doch zum Streiten taugt er allemal.

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