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Fahrradstadt: Kürzere Wege für Radfahrer

Fahrradstadt : Kürzere Wege für Radfahrer

Mehrere Busspuren in Elberfeld werden für Fahrradfahrer freigegeben.

Der Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag die Freigabe mehrerer Busspuren für den Radverkehr beschlossen. Das betrifft Busspuren an Neviandtstraße, Gaußstraße, Ferdinand-Schrey-Straße, Friedrich-Ebert-Straße/Robert-Daum-Platz.

Für Radfahrer ist das eine gute Nachricht – wie Radfahrer, Engagierter und Blogger Christoph Grothe der WZ sagte. Auch wenn die Strecken teilweise sehr kurz seien. Aber: „Es geht nicht um die Länge der Strecke, sondern um das, was man spart.“ Und er sieht gerade bei den Strecken aus der Südstadt einiges an Wegstrecke, die für Radfahrer künftig wegfällt.

Zum einen geht es um die Gaußstraße. Vom Haupteingang der Uni wird die Busspur auf einer Länge von 230 Metern in Richtung Oberer Grifflenberg für den Radverkehr freigegeben. Grothe freut sich, bisher sei man als Radfahrer immer sehr nah an den Autos gefahren. So habe man mehr Platz.

Die Busspur der Ferdinand-Schrey-Straße wird auf einer Länge von 190 Metern freigegeben – ebenfalls zum Oberen Grifflenberg – bis an die Kreuzung Südstraße/Blankstraße/Kleeblatt. Aus Sicht des Radfahrers Grothe ist das eine tolle Lösung, um die Südstadt und die Uni besser mit dem Tal zu verbinden. Gerade hier spare man einiges an Weg.

Darüber hinaus werden auch die Busspur an der Neviandtstraße (134 Meter) und an der Ecke Robert-Daum-Platz und Friedrich-Ebert-Straße (105 Meter) freigegeben. Bei letzterer sorgt die Änderung dafür, dass Radler aus Richtung Vohwinkel bis an die Ampelkreuzung auf der Busspur fahren können – bis jetzt ist ein Halt für Radfahrer neben der Busspur eingezeichnet, an den sie erst auf der Abbiegerspur heranfahren mussten.

Die Stadt nennt Kosten von 500 Euro für die Zusatzbeschilderungen.

Die Stadtwerke haben eine Liste aller Busspuren erstellt – sie waren 2018 dazu aufgefordert worden, nachdem ein Bürger die Freigabe aller Busspuren gefordert hatte. Neben den bereits freigegebenen Busspuren, können noch die vier genannten freigegeben werden.

Grothe sagt, er freue sich über die freigegebenen Spuren. Aber die IG Fahrradstadt werde die anderen noch auf ihre Freigabetauglichkeit prüfen. Gegebenenfalls werde weitere Anträge folgen.