Der Verein Schwebebahn-Lauf hat vielen Wuppertalern Beine gemacht

Wirtschaftspreis : Der Verein Schwebebahn-Lauf hat vielen Wuppertalern Beine gemacht

Stadtmarketingpreis: Aus einem kleinen Laufevent wurde die Veranstaltung mit der größten Teilnehmerzahl in der Geschichte der Stadt.

Der Verein Schwebebahn-Lauf macht Wuppertal Beine. 2018 erreichten rund 7600 Läufer das Ziel - es war das teilnehmerstärkste Sportereignis in der Geschichte der Stadt Wuppertal. 2019 wurde der Riesenerfolg für den Veranstalter mit der Teilnahme von fast 7000 Startern bestätigt. Der Schwebebahn-Lauf ist zu einer Marke geworden, die Läufer nicht nur aus Wuppertal in ihren Bann zieht. Für zahlreiche Firmen und deren Mitarbeiter ist der Schwebebahn-Lauf zudem ein Ereignis, auf das sie sich monatelang mit großer Vorfreude vorbereiten. Für die erfolgreiche Organisation eines der größten Sportevents im Bergischen Land wird der Verein Schwebebahn-Lauf nun mit dem Stadtmarketing-Preis ausgezeichnet.

2012 wurde der Verein mit Sitz an der Lise-Meitner-Straße gegründet. Die Vorgeschichte reicht bis ins Jahr 2008 zurück, als die Vorsitzende Silvia Kramarz als Mitarbeiterin einer Krankenkasse in Kooperation den 1. Firmenlauf auf der Sambatrasse organisierte. „Bei der Premiere liefen 300 Teilnehmer mit, im dritten Jahr waren es dann schon 1200 - der Küllenhahn platzte aus allen Nähten“, erinnert sich Silvia Kramarz an die Anfänge.

Da es an der Sambatrasse an der Infrastruktur fehlte, hielten die Organisatoren Ausschau nach einer Laufstrecke im Stadtzentrum. Ein gewagter Schritt, denn in den 1980er Jahren hatte es zwar schon einmal einen Schwebebahnlauf mit Start und Ziel an der Schwimmoper gegeben, aber es war bei der einen Auflage geblieben, weil der Aufwand für die Absperrung der Straßen gewaltig war. Mit dem Konzept, einen Firmenlauf aufzuziehen, hatte Silvia Kramarz den richtigen Weg eingeschlagen. Das Läuferdorf wurde auf dem Laurentiusplatz aufgeschlagen. Die Läufer stauten sich zuletzt beim Start vom Kasinokreisel bis in den Deweerth‘schen Garten. Der nächste Umzug war fällig. Die Entscheidung wurde dem Verein leichtgemacht, weil die Riesenbaustelle am Döppersberg ab 2014 einen neuen Streckenverlauf erforderte.

„Mit dem Läuferdorf im Engelsgarten haben wir eine sehr gute Alternative gefunden. Die Strecke vom Alten Markt bis zu den Haspelhäusern und zurück wird von auswärtigen Läufern sehr gelobt. Wir hatten in diesem Jahr Läufer am Start, die mehrere Stunden angereist sind.“ Mit dem 21. Juni 2020 steht der Termin für den nächsten Lauf fest. „Er liegt früher als in vergangenen Jahren, denn wir orientieren uns an den Sommerferien in NRW. 2019 nahmen mehr als 1000 Kinder und Jugendliche teil“, sagt Kramarz, die neben dem Ehrenamt als Vereinsvorsitzende als Geschäftsführerin der Schwebebahn-Lauf Wuppertal gGmbH tätig ist. Mit der Gründung der gGmbH hat der Verein auf die wachsenden Herausforderungen reagiert, die mit der Organisation des Tagesevents verbunden sind. Rund 500 Helfer waren 2019 an zwei Tagen wieder rund um die Uhr im Einsatz. „Das Schöne ist, dass dieser Lauf tatsächlich für Jedermann geeignet ist und alle dieses Gemeinschaftserlebnis genießen können“, sagt die „Gründerin“ der größten Wuppertaler Sportveranstaltung. ab

schwebebahn-lauf.de

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