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Neusser Schullandschaft verändert sich

Neusser Schullandschaft verändert sich

Sekundarschule startet im Sommer. Nur eine Hauptschule bleibt. Ruf nach vierter Gesamtschule wird laut.

Neuss. Vorgezogene Anmeldung für Gesamtschulen und Sekundarschule, Anmeldung für die restlichen weiterführenden Schulen, Koordinierung, sprich Verschiebung: Nun stehen die Ergebnisse für das neue Schuljahr 2013/14 fest. Und wieder einmal verändert sich die Neusser Schullandschaft.

So gibt es ab dem Sommer nur noch eine Hauptschule — nicht nur in Neuss, sondern im gesamten Kreisgebiet —, die Kinder aufnimmt. Für die katholische Maximilian-Kolbe-Schule sind dennoch nur 41 Jungen und Mädchen angemeldet.

Zum kommenden Schuljahr konnten die Eltern unter drei Realschulen in Neuss wählen. Die Mildred-Scheel-Realschule für Mädchen läuft ebenso aus wie die Christian-Wierstraet-Schule. Nach der Koordinierung beginnen nun im Sommer 79 Kinder auf der Realschule Südstadt, 68 in Norf auf der Ganztagsrealschule und 54 in Holzheim. Das sind 201 Kinder insgesamt; vor einem Jahr lag diese Zahl bei 285. Mehr als ein Drittel der künftigen Realschüler hat eine Hauptschulempfehlung oder eine nur eingeschränkte Empfehlung für die Realschule.

Ungebrochen ist die Attraktivität der Neusser Gymnasien. 609 Jungen und Mädchen sind ab Sommer Gymnasiasten, hinzu kommen 140 Mädchen — davon 94 aus Neuss —, die auf das Erzbischöfliche Gymnasium Marienberg gehen werden. Im Gymnasium Norf beginnen 142 Kinder in den 5. Klassen, auf dem Nelly-Sachs-Gymnasium sind es 131, 130 am Quirinus-Gymnasium, 102 am Marie-Curie- und 102 am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium.

Auch nach der Gründung der dritten Gesamtschule in der Nordstadt, die 2012/13 ihren Betrieb aufgenommen hat, können längst nicht alle Gesamtschul-Wünsche befriedigt werden. Jeweils 116 Jungen und Mädchen beginnen im Sommer an der Janusz-Korczak-Gesamtschule und der Gesamtschule an der Erft, 108 Kinder and er Gesamtschule Nordstadt. Hier ist die Zahl etwas geringer, weil es eine inklusive Klasse gibt. Das sind exakt die Zahlen des Vorjahres — mehr geht nicht. 24 Neusser Kinder wurden an der Gesamtschule Dormagen-Nievenheim angemeldet, vier in Kaarst. Längst werden in der Politik die Forderungen nach Gründung einer vierten Gesamtschule laut. Auch Bürgermeister Napp hat das bereits unterstützt.

Eine neue Schule, eine neue Schulform: In dem Gebäude der auslaufenden Hauptschule an der Gnadentaler Allee nimmt im Sommer die Sekundarschule ihren Betrieb auf. Zwar haben deutlich weniger Eltern ihre Kinder angemeldet, als die Zahlen der vorangegangenen Umfrage deutlich machten. Durch Verschiebungen kamen aber mit 80 Schülern sogar noch mehr als die notwendigen 75 Schüler für drei Eingangsklassen zusammen. Angemeldet waren 69 Kinder.