Nachfolger im Süden für Pfarrerin Heike Wolf gesucht

Nachfolger im Süden für Pfarrerin Heike Wolf gesucht

Grevenbroich. Nach etwa vierjähriger Tätigkeit in Grevenbroich wird Pfarrerin Heike Wolf den Pfarrbezirk 5 der evangelischen Gemeinde verlassen. Die 57-Jährige wird Anfang Februar eine neue Stelle an einem kaufmännischen Berufskolleg in Düsseldorf antreten.

Die Gläubigen aus den südlichen Stadtteilen werden ihre Pfarrerin am Sonntag, 29. Januar, im Rahmen eines Gottesdienstes in der Gustorfer Markuskirche verabschieden.

Nach dem Tod ihres Mannes hat sich die Pfarrerin für einen neuen Lebensabschnitt entschieden. „Bevor ich nach Grevenbroich kam, habe ich an einer Berufsschule unterrichtet“, sagt Wolf. „Die Arbeit mit jungen Leuten hat mir sehr viel Freude gemacht — ich habe mich daher entschieden, wieder an ein Berufskolleg zurückzukehren.“ Heike Wolf ist seit 2012 Pfarrerin in Grevenbroich. Sie übernahm damals die Stelle von ihrer Vorgängerin Petra Reitz, die 17 Jahre lang in der Gemeinde tätig war.

Nach dem Weggang von Reitz hatte es gut 20 Monate gedauert, bis eine neue Pfarrerin für den Süden der Stadt eingestellt werden konnte. „So lange soll es aber diesmal nicht dauern“, sagt Pfarrerin Monika Ruge. „Wir bemühen uns darum, so schnell wie möglich wieder eine Pfarrerin oder einen Pfarrer für den Bezirk zu finden.“ Im Februar wird die Stelle im Amtsblatt der Evangelischen Kirche ausgeschrieben — läuft alles zügig, könnte es schon im Herbst nächsten Jahres zu einer Besetzung kommen.

„Das ist aber der frühestmöglichste Zeitpunkt“, sagt Monika Ruge. „Denn eine Stellenbesetzung ist mit einem längeren Prozedere verbunden.“ Die Bewerbungen müssen gesichtet, die Kandidaten zu Gesprächen und — falls sie in die engere Wahl kommen — zur Probepredigt eingeladen werden. Ohne Pfarrer müssen die rund 2500 evangelischen Christen aus Allrath, Frimmersdorf, Gindorf, Gustorf, Neuenhausen und Neurath in der Zwischenzeit aber nicht auskommen. „Eine Pastorin im Ehrenamt, die in der Nachbargemeinde lebt, wird bei den Gottesdiensten und beim Konfirmandenunterricht die Vertretung übernehmen“, sagt Ruge. Auch sie und ihre Kollegen werden in den nächsten Monaten einspringen. „Das ist aber nur eine ,Not- und Grundversorgung“, sagt Ruge. „Alles was zum Gemeindeleben gehört, was sie trägt und lebendig macht, kann in der Vertretungszeit nicht geleistet werden. Das ist die Schwierigkeit dabei.“

Für das Kollegium der Evangelischen Kirchengemeinde Grevenbroich wäre es wünschenswert, wenn sich jüngere Kandidaten für die Stelle im Pfarrbezirk 5 melden würden. „Insbesondere für die jungen Gemeindeglieder ist es gut, wenn jemand da ist, mit dem sie sich identifizieren können. Darüber hinaus gehen jüngere Pfarrerinnen oder Pfarrer die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen anders an als ältere.“ Zurzeit liegt der Altersdurchschnitt bei den Grevenbroicher Pfarrern bei 50 plus.