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Häfen präsentieren Rekordergebnis

Häfen präsentieren Rekordergebnis

Zuwachsraten in zweistelliger Höhe. Bestes Ergebnis seit Bestehen der NDH.

Neuss/Düsseldorf. Von den Neuss Düsseldorfer Häfen (NDH) gibt es wieder einmal gute Nachrichten. Nach dem Krisenjahr 2009 verbuchen die erfolgsverwöhnten NDH für 2011 Zuwachsraten in fast allen Bereichen, teilweise in zweistelliger Höhe.

Euphorie mag bei den Geschäftsführern Rainer Schäfer und Ulrich Gross dennoch nicht aufkommen: Den Rekordzahlen im Unternehmen und dem erwarteten weiteren Zuwachs an Umschlagmengen steht die Sorge gegenüber, dass der Standort Deutschland mit dem Ausbau der Infrastruktur hinterherhinkt.

Dennoch dominierte am Freitag bei der Vorstellung der Jahreszahlen der Optimismus. Das Güteraufkommen betrug im vergangenen Jahr allein im Schiffs- und Eisenbahnverkehr fast 16 Millionen Tonnen. Es wurden vor allem Nahrungs- und Futtermittel umgeschlagen, auch Steine und Erden sowie Erze und Metallabfälle.

Einen Zuwachs von gleich 11 Prozent verzeichnen die Häfen beim Containerumschlag, besonders stark fiel er beim wasserseitigen Umschlag aus. Dass die gestiegenen Zahlen beim Containerumschlag bei Schiff und Bahn höher sind als beim Umschlag auf die Straße, ist für das Geschäftsführerduo ebenfalls ein gutes Zeichen. Ein Umschlag von mehr als 750 000 Standardcontainern im vergangenen Jahr spreche „für den Standort und für die Wirtschaft an diesem Standort“, so Schäfer.

„Ganz besondere Freude“ macht den Häfen die Neusser Eisenbahn, wie es Rainer Schäfer ausdrückte. Mit einem Transportaufkommen von 6,4 Millionen Euro wurde das Rekordergebnis von 2008 übertroffen. „Die Bedeutung der Eisenbahn wird weiter steigen“, kommentierte Schäfer die Entwicklung.

Die gestiegenen Umschlagzahlen wirken sich auch auf das Ergebnis aus. Es werde „das beste Ergebnis“ seit Bestehen der NDH im Jahr 2003 erwartet, betonte Ulrich Gross an: „Geplant waren 2,4 Millionen Euro nach Steuern, jetzt reden wir von 3,1 Millionen, und mehr sag’ ich nicht“, erklärte Gross mit einem Lächeln.

Er verwies allerdings auch auf die Grenzen der Wachstumspotenziale. Während die Seehäfen mit einer massiven Zunahme der Umschlagmengen rechneten und die Niederlande und Belgien Terminals an den Grenzen zu Deutschland ausbauten, würden wichtige Infrastrukturprojekte in Deutschland verschoben oder nicht angestoßen.

Die NDH aber setzen weiter auf Wachstum. Dazu zählt die seit Jahren geplante enge Kooperation mit dem Kölner Hafen — ein Großprojekt. Im Sommer, so kündigten Schäfer und Gross an, werden man mit den Kölner Kollegen den Vollzug bekanntgeben.