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Fremdsprachen-Wettbewerb: Schülerin überzeugt Jury mit ihren Lateinkenntnissen

Fremdsprachen-Wettbewerb: Schülerin überzeugt Jury mit ihren Lateinkenntnissen

Die 16-jährige Gymnasiastin Christina Koch ist Siegerin im Bundeswettbewerb Fremdsprachen.

Neuss. Latein — eine tote Sprache? Von wegen. Die 16-jährige Christina Koch sieht das ganz anders: „Ich finde Latein total interessant, ebenso wie alles, was mit der Geschichte der Römer zusammenhängt.“

Die Schülerin des Gymnasiums Marienberg hat gerade den Landessieg in alten Sprachen im Bundeswettbewerb Fremdsprachen geholt. Dafür wurde sie am Dienstag im Schillergymnasium in Münster geehrt.

„Ich habe im vergangenen Jahr auch schon teilgenommen. Dass ich dieses Mal gewonnen habe, freut mich sehr“, sagt sie. Fünf Stunden habe die Prüfung gedauert, in der sie einen Text übersetzen sollte.

Mit ihren herausragenden Lateinkenntnissen sicherte sie sich mit drei anderen Schülern aus Nordrhein-Westfalen den ersten Platz und nimmt neben einem Geldpreis noch eine original römische Münze mit nach Hause. Außerdem geht der Wettbewerb für sie noch weiter: Sie wird Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Simon Höppner aus Espelkamp vom 26. bis zum 29. September beim großen Sprachenturnier in Hattingen vertreten.

In dem Mittelstufenwettbewerb wurde zusätzlich zu Latein auch noch eine zweite Fremdsprache abgefragt. Dies ist bei Christina Koch Französisch, was der 16-Jährigen allerdings auch keinerlei Schwierigkeiten bereitet. „Ich lerne einfach gerne Sprachen“, sagt sie ganz locker.

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen zählt zu den traditionsreichen Schülerwettbewerben. Seit 1979 fördert er Jugendliche, die Spaß an fremden Sprachen und Kulturen haben. Träger ist das Zentrum für Begabungsförderung. Hauptförderer sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Schirmherr ist Bundespräsident Joachim Gauck.

Obwohl ihr nach dem Sieg die ganze Stufe gratuliert hat, ist Christina Koch sehr unaufgeregt: „Ich glaube, meine Lateinlehrerin weiß noch gar nichts. Seither hatte ich noch nicht wieder Unterricht bei ihr.“

Seit den Herbstferien haben sich die Schüler, die für den Wettbewerb gemeldet waren, jeden Freitag in der nullten Stunde (Beginn: 7.15 Uhr) zur freiwilligen Latein-Lektion getroffen. Das Lernen zu dieser frühen Stunde scheint effektiv gewesen zu sein.