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Abitur 2013: Zwei Jahrgänge — eine große Party

Abitur 2013: Zwei Jahrgänge — eine große Party

Mehr als 2000 Schüler feiern ihren letzten Schultag und verwandeln die Neusser Innenstadt in eine Partymeile.

Neuss. Die Anspannung von zwölf oder 13 Jahren Schulbankdrücken löste sich gestern Nachmittag in einer großen Party auf. Mehr als 2000 Gymnasiasten im Kreis tauschten Füller gegen Konfetti, Hausaufgaben gegen Bier und feierten ausgelassen ihren letzten Schultag. Viele von ihnen zogen dabei mit von Traktoren gezogenen Partywagen durch die Neusser Innenstadt.

Wie bei der Loveparade zu ihren besten Zeiten waren die Wagen mit professionellen Musikanlagen, DJs und teilweise auch mit Nebenmaschinen ausgerüstet — und verwandelten die Fußgängerzone in eine große Partymeile. Oder Fanmeile, denn am Rand standen unzählige Freunde, Geschwister, Eltern und Großeltern, die stolz Fotos schossen und es dem Nachwuchs gerne verziehen, wenn die Aussprache bei der Begrüßung nicht mehr ganz so deutlich war.

Denn für die meisten Schüler hatte die Party bereits am Morgen begonnen: „Wir haben schon den ganzen Tag sehr viel gefeiert und ein bisschen die Schule verwüstet“, sagt Theresa Hüsch vom Gymnasium Marienberg.

Unter den Schülern war natürlich auch ein Thema, dass zum ersten und für lange Zeit wohl auch zum letzten Mal zwei Jahrgänge gemeinsam Abitur machen. Durch Abi-Mottos wie „Die letzte 13 geht von Bord“ oder „R(abi)ts — die Versuchskaninchen büchsen aus“ nahmen sie kreativ Stellung zum Thema. „Ich glaube es ist ein Nachteil, schon nach zwölf Jahren Abi zu machen — trotzdem reicht es mir jetzt und ich bin froh, dass die Schule vorbei ist“, sagt Sven Rutsch vom Norbert-Gymnasium Knechtsteden in Dormagen.

Der Party-Konvoi durch die Neusser Innenstadt führte die Fast-Abiturienten direkt zur Eventhalle, wo die offizielle Abschlussparty begann. Trotz Sicherheitsbedenken wegen der großen Anzahl von Schülern blieb bis dahin alles friedlich. „Es geht sehr gesittet zu“, sagte eine Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes am Nachmittag.