50 Neusser repräsentieren die Stadt

50 Neusser repräsentieren die Stadt

Aus 300 Bewerbungen hat Neuss Marketing 50 Menschen für Werbeaktionen ausgewählt.

Neuss. Neuss hat viele Gesichter. Und ab sofort kann man sogar sagen, wie viele: Es sind 50. Diese Anzahl an Personen wurde jetzt zumindest ausgewählt, um in Zukunft die Quirinus-Stadt zu verkörpern.

Foto: Stadt

Was dahinter steckt? Mitte Februar hatte Neuss Marketing einen Aufruf gestartet: Bürger der Stadt sollten sich im Rahmen der Werbeaktion „Dein Gesicht für Neuss“ für ein Model-Casting bewerben. Rund 300 Kandidaten aus verschiedensten Altersgruppen und Bevölkerungsschichten reichten Fotos ein. Ziel der Aktion war nicht, das weißeste Zahncreme-Grinsen zu finden, sondern authentische Models, die Neuss in seiner ganzen Vielfalt repräsentieren.

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Nach Fotoshootings in der Innenstadt und im Zeughaus ging die Aktion in die finale Runde: Eine Jury, bestehend aus Judith Hapke von Optik Hapke als Vertreterin der ZIN, dem Pressesprecher der Stadt Neuss, Peter Fischer, Nora Wisbert vom Top-Magazin, Claudia Riepe von Neuss Marketing, Fotograf Stephan Wieland und Kerstin Kruse von der Werbeagentur 07734, wählte die Werbegesichter aus. „Wir sind begeistert, wie sich unsere Kandidaten für Neuss ins Zeug gelegt haben. Und mit wie viel Elan, Talent und Spaß an der Sache sie sich beim Casting vor der Kamera bewegt haben“, sagt Claudia Riepe.

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Einer von den 50 ist Sven Sedlmair. Der 42-Jährige wollte mit dem Modelversuch einfach mal etwas ausprobieren, was er noch nie zuvor gemacht hat. „Ich fand es interessant, dass die Neusser Bürger selbst ihre Stadt repräsentieren können. Das muss man nicht immer mit Prominenz machen“, sagt Sedlmair. Gerd Behr (64), ebenfalls ein Neusser Gesicht, fragt: „Warum sollte man Models von irgendwo her nehmen?“

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Im Gegensatz zu Gerd Behr und Sven Sedlmair verfügt Roswitha Schoenmakers-Huck bereits über Model-Erfahrung. So stand die 64-Jährige unter anderem mit Sänger Costa Cordalis oder Hape-Kerkeling-Kunstfigur Horst Schlämmer vor der Kamera.

Zu der jüngeren Fraktion gehören die Geschwister Tim (10) und Sara (11). „Ich wollte schon immer mal modeln“, sagt die Schülerin vom Nelly-Sachs-Gymnasium. Bislang habe ihr jedoch immer die Erlaubnis ihrer Eltern gefehlt. Für die Teilnahme an „Dein Gesicht für Neuss“ gab es jedoch grünes Licht.

Aber wie geht es jetzt weiter? Mitte Mai stehen verschiedene Shootings auf dem Programm, bei denen die Models — darunter sind auch mehrere Familien und ein Ehepaar, die jeweils zusammen vor der Kamera stehen — in verschiedenen Alltags-Situationen an unterschiedlichen Plätzen in der Innenstadt gezeigt werden. In der zweiten Jahreshälfte soll man dann auf Plakaten, in Print-Anzeigen und im Internet das Ergebnis sehen können. Laut Neuss-Marketing-Geschäftsführer Jürgen Sturm sollen die Verantwortlichen jahrelang auf den Bilder-Vorrat zurückgreifen können.

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