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Lutz Lienenkämper im Schattenkabinett: „Berufung ist kein Weltwunder“

Lutz Lienenkämper im Schattenkabinett: „Berufung ist kein Weltwunder“

Der Spitzenkandidat der CDU in Nordrhein-Westfalen, Norbert Röttgen, hat gestern weitere Kandidaten für sein Schattenkabinett benannt. Im Fall eines Siegs bei der Landtagswahl könnte der in Strümp lebende Lutz Lienenkämper einen Ministerposten übernehmen.

Meerbusch. Lienenkämper wäre zuständig für die Bereiche Bauen, Verkehr und Umwelt. Ganz neu wäre ihm die Aufgabe nicht: Von März 2009 bis Juli 2010 war Lienenkämper nach dem Rücktritt Oliver Wittkes bereits Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen im schwarz-gelben Landeskabinett.

Herr Lienenkämper, hat Sie Ihre Berufung in Röttgens Schattenkabinett überrascht?

Lienenkämper: Die Berufung selbst war nach vielen Gesprächen und der Arbeit der zurückliegenden Jahre kein wirkliches Weltwunder für mich, vom Zuschnitt des Kompetenzbereiches war ich am Ende aber sehr positiv überrascht.

Die Bereiche Bauen und Verkehr sind Ihnen ja bereits vertraut, jetzt soll Umwelt dazukommen. Macht das Sinn und was qualifiziert Sie für das neue Ressort?

Lienenkämper: Eine der zukunftsentscheidenden Aufgaben ist die Versöhnung von Infrastruktur und Ökologie. Wir müssen die Schöpfung bewahren und dennoch notwendige Entwicklungen hinbekommen. Das geht nur mit neuen Formen der Zusammenarbeit, die in diesem Ressort entwickelt und umgesetzt werden können. Das Ministerium für Bauen und Verkehr habe ich schon geleitet, und die Bewahrung der Schöpfung ist ein zutiefst christdemokratischer Ansatz. Da liegt es nahe, beides gleichberechtigt zusammenzufügen.

Für wie realistisch halten Sie Ihre Chancen, nach der Landtagswahl im Mai 2012 Minister zu werden?

Lienenkämper: Das hängt vom Wahlergebnis und der Konstellation danach ab. Jetzt gilt es erstmal, für ein möglichst starkes Ergebnis für die CDU zu kämpfen. Alles andere wird man dann sehen.