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Ferienspaß im Regen: Alle sind hart im Nehmen

Ferienspaß im Regen: Alle sind hart im Nehmen

Trotz des Regens haben Kinder und Betreuer an der Pappelallee Spaß.

Lank. Wie hält man 180 Kinder und 36 jugendliche Betreuer bei Laune, wenn es fortwährend regnet? „Ich bin selbst überrascht, aber das macht denen nichts aus, es gab nicht einmal Genörgel“, wundert sich Beate Enzel, Leiterin der Stadtranderholung, die sich in den ersten beiden Ferienwochen hauptsächlich auf dem Sportplatz an der Pappelallee abspielt.

Vor allem die Betreuer seien die Leidtragenden: „Am Samstag sind die mit ihren Matratzen weggeschwommen. Aber alle sind hart im Nehmen und harren auch nachts hier aus, um auf das Equipment aufzupassen“, erzählt die Sozialarbeiterin. Nie sei das Motto des Ferienspaßes jedoch so wichtig wie in diesem Jahr gewesen. Es lautet Dschungel, und in allen Ecken des großen Zeltes wird gebastelt, gesungen und getanzt, damit für den Elternnachmittag am Donnerstag jede Nummer der geplanten Aufführung sitzt.

„Die Abschlussshow war zwar schon immer wichtig, in diesem verregneten Sommer gewinnt sie aber besonders an Bedeutung. Sämtliches Bastelmaterial ist bereits verarbeitet“, so Enzel.

Gefragt seien dabei nicht zuletzt die Talente der Betreuer. Die Mädchen würden mit den Kindern Tänze einstudieren, die Jungen Lieder wie „The Lion sleeps tonight“ zu Gitarre und Cajon proben und eine Jugendliche, die kürzlich in Australien war, baut mit den jungen Teilnehmern sogar Didgeridoos. Geplant ist außerdem eine Dschungelbar mit alkoholfreien Cocktails.

Verkürzt werde die Zeit mit Schnitzeljagd, Ausflügen auf die Hüpfburg an der Pastor-Jacobs-Schule oder einem Tauschspiel, in das die Geschäftsleute im Ort eingebunden sind.

Beate Enzel ist schon ein wenig stolz auf ihre Truppe. „Es sind in diesem Jahr viele Neulinge unter den Betreuern, die erst 15 Jahre alt sind. Dass trotz der widrigen Umstände bis jetzt alles so gut geklappt hat, war nicht unbedingt zu erwarten“, sagt sie. Das heißt aber auch, dass man notfalls etwas enger zusammenrücken muss. „Wenn es mal wieder so richtig schüttet, sind rund 220 Menschen gleichzeitig im Zelt. Dann wird es eng“, erzählt die Leiterin. Kleiner Trost: „Morgen soll ja mal ein Tag Sommer sein.“