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Zweite Gesamtschule kostet 3,8 Millionen Euro

Zweite Gesamtschule kostet 3,8 Millionen Euro

Verwaltung stellt vor dem Ratsbeschluss die Grundlagen vor. Umbauten sind finanzierbar, sagt der Beigeordnete.

Grevenbroich. Die Verwaltung stellte gestern die Vorarbeiten zur Gründung einer zweiten Gesamtschule vor. In einem Gutachten werden die notwendigen Investitionen auf 3,8 Millionen Euro beziffert. „Der Rat kann nur für die zweite Gesamtschule stimmen oder die Entscheidung vertagen“, sagt der erste Beigeordnete Michael Heesch.

Die Kosten fielen von 2016 bis 2020 an und stellten keine unlösbare finanzielle Aufgabe dar, so Heesch: „Wir erhalten eine jährliche Schulumlage von 1,7 bis 1,9 Millionen Euro. Das reicht, um die Aus- und Umbaumaßnahmen zu finanzieren.“

Eng würde es bei einem positiven Entscheid des Stadtrates für die Einrichtung einer zweiten Gesamtschule nur im Haushaltsjahr 2016, denn dann müssten direkt 1,4 Millionen Euro für eine Mensa am Standort der heutigen katholischen Hauptschule investiert werden.

Die Gestaltung dieser Mensa sei noch offen, es liege jedoch nahe, dass dort eine Art erweiterte Cafeteria sinnvoller sein würde, da an diesem Standort die Klassen 7 bis 13 der neuen Gesamtschule untergebracht würden. Am zweiten möglichen Standort im Gebäude der Orkener Hans-Sachs-Schule wurde erst vor kurzem eine Mensa gebaut, so dass dort die neue Schule ohne großen Investitionsbedarf starten könnte.

Für alle anderen Grevenbroicher Schulen entstehe kein Druck, denn alle Schulen seien in einem Zustand, der allen pädagogischen und versicherungstechnischen Ansprüchen genüge, so Heesch. Die Stadtverwaltung sieht in einer zweiten Gesamtschule viele Vorteile für die Zukunft, da die Hauptschulen als weiterführende Schulform bedeutungslos geworden sei, ein engagiertes Team das Konzept für die zweite Gesamtschule bereits plane und den durch Umfrage ermittelten Elternwillen mit Inhalt fülle.

Bedenken seitens betroffener Eltern von Schülern der Realschule an der Bergheimerstraße und der beiden Grevenbroicher Hauptschulen, dass Schüler dort nicht mehr ihren Abschluss machen könnten, kann Heesch entkräften. „Jedes Kind wird in seinem Klassenverband seinen Abschluss machen.“ Denkbar sei es jedoch, dass diese Klassen sich dann unter dem Dach der neuen Gesamtschule befänden.

Der Anmeldetermin für beide Grevenbroicher Gesamtschulen steht auch schon fest: Er liegt inder Zeit vom 2. bis 6. Februar 2013. Zuvor wird es am 17. Dezember einen Infoabend für die betroffenen Eltern geben.