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Gläsernes katholisches Gemeindezentrum kommt

Gläsernes katholisches Gemeindezentrum kommt

Architekt Markus Schmale stellt Pläne für das neue katholische Gemeindezentrum in Frimmersdorf vor.

Grevenbroich. Das Gelände rund um die Frimmersdorfer Kirche St. Martin bekommt bald ein neues Gesicht. Im Planungsausschuss stellte der Architekt Markus Schmale jetzt sein Konzept vor. Kernstück der komplett vom Erzbistum finanzierten Umgestaltung soll das neue katholische Gemeindezentrum werden. Außerdem sollen dort Service-Wohnungen für Menschen mit Behinderungen und Defiziten entstehen. Wann genau das Projekt beginnt, konnte Schmale im Ausschuss noch nicht sagen.

Sicher ist aber, dass das derzeitige Gemeindezentrum abgerissen und durch einen innovativen Neubau ersetzt werden soll. Als „gläsernes Parlament der Gemeinde“ soll es seine Besucher zum Klönen und Beisammensein einladen und gleichzeitig einen weiträumigen Blick nach draußen erlauben. Derzeit sei das Gelände ein „baulicher Alptraum“, so das vernichtende Urteil des Architekten. Pfarrhaus und Gemeindezentrum seien laut Schmale zu dicht aneinandergedrängt, von gemütlicher Atmosphäre deshalb keine Spur.

Der Standort des neuen Gemeindezentrums wird gegenüber dem derzeitigen um einige Meter verschoben. Schmale verspricht sich davon eine Aufwertung des historischen Stadtkerns. Vor allem soll das Pfarrhaus mit seiner malerischen Fassade durch die Umgestaltung besser zur Geltung kommen.

Der Gemeindesaal, beliebter Treffpunkt für Vereine im Ort, ist teilweise im Boden eingelassen, lediglich einige Oberlichter lassen die Sonne herein. Nicht nur Schmale fühlt sich da an eine Turnhalle erinnert. Dass das Gebäude viele technische Mängel aufweist, macht dem Architekten die Entscheidung für den Abriss noch leichter.

Die Planung sieht darüber hinaus den Bau von zehn bis zwölf Service-Wohnungen für ältere Menschen vor. Nicht nur für sie wird das gesamte Gemeindezentrum barrierefrei gestaltet. Als Investor für die Wohnungen will der Architekt die Stiftung für Kunst und Baukultur gewinnen. „Die Chancen stehen sehr gut“, verrät er.