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Mönchengladbach: Tiergarten bittet um Spenden

Corona-Auswirkungen in Mönchengladbach : Der Tiergarten braucht dringend Spenden

Selbsthilfegruppen, Apotheken und die Stiftung Hephata zeigen sich erfinderisch.

. Der Tiergarten Odenkirchen ist wegen der Pandemie geschlossen, die monatlichen Fixkosten für Futter, Pflege, Personal und Miete laufen aber weiter. Mit den ausbleibenden Besuchern ist die Haupteinnahmequelle der gemeinnützigen Einrichtung weggefallen. Der Tiergarten ist nun verstärkt auf finanzielle Unterstützung angewiesen. „Auch wir sparen, wo wir können, verschieben unsere Umbaupläne und schicken Mitarbeiter in Kurzarbeit, an Stellen, an denen es möglich ist. Doch der Zoobetrieb kann nicht ruhen. Unsere Tiere benötigen weiterhin fachmännische Pflege und ausreichend Futter“, sagt Tiergartenleiterin Katrin Ernst. Aus diesem Grund startet der Tiergarten eine besondere Spendenaktion: „Ihre Kröten helfen uns aus Nöten“. Die Spenden werden direkt für Futter und Versorgung der Tiere eingesetzt. Als Dankeschön für alle Spender verspricht die Tiergartenleiterin ein kleines Präsent: „Wer seine Adresse auf dem Überweisungsträger angibt, bekommt ein Band mit seinem Namen zugesandt. Als Symbol für die Verbundenheit mit unseren Tieren“, sagt Katrin Ernst. Das Band gibt es in verschiedenen Versionen.

tiergarten-moenchengladbach.de/der-tiergarten/patenschaften/

Selbsthilfe

Zurzeit können sich keine Selbsthilfegruppen treffen. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle ist aber weiterhin telefonisch oder per Mail zu erreichen, informiert über die bestehenden Gruppen in Mönchengladbach und sammelt Interessierte für neue Gruppen. Und da tut sich gerade einiges: In Vorbereitung sind zum Beispiel eine Gruppe junger Erwachsener mit psychischen Belastungen, ein Gesprächskreis für frühverrentete Männer und eine Gruppe „Armut im Alter“. Aktuell arbeitet das Team der Kontaktstelle an einer Handreichung für Selbsthilfegruppen, um sich per Telefon- oder Videokonferenz zur verabreden. Weitere Informationen gibt es in der Kontaktstelle in Rheydt per E-Mail oder telefonisch unter 02166/ 923930.

selbsthilfe-mg@paritaet-nrw.org

Modische Masken

Maxmo arbeitet jetzt in der Krisenzeit mit dem Textilunternehmen und Nachbarn Van Laack zusammen. Das Ergebnis: antibakterielle, waschbare, Jersey-Masken, ab jetzt erhältlich in allen Maxmo-Apotheken für 5,50 Euro pro Stück. Die Masken, die es demnächst auch in bunt gibt, werden nur in haushaltsüblichen Mengen abgegeben.

Noch mehr Masken

Die Upcycling-Firma „Mano nella Mano“ der evangelischen Stiftung Hephata näht jetzt ebenfalls Masken. Sie seien nicht nach Krankenhaus-Norm genäht und dienten vor allem der psychologischen Unterstützung, teilte Ghazal Schneider von Mano nella Mano mit. Seit einer Woche entstehen in dem Atelier an der Rheydter Straße Masken. Die Designerin und drei Näherinnen haben bereits mehr als 750 Masken produziert. Genäht werde für Hephata, vor allem den Bereich Wohnen. Aufträge gibt es nach Angaben von Elke Ipp, Abteilungsleiterin der Hep-Shops und Mano nella Mano, bereits für weitere 1200 Stoffmasken. Auf der Hephata-Facebook-Seite gibt es ein Video zur Herstellung von Stoffmasken bei Mano nella Mano. gap

(gap)