Mönchengladbach: Nach Umbau am Geropark sollen Parkplätze dort wegfallen

Umgestaltung in Mönchengladbach : Größerer Park soll geplante Stellplätze am Geroweiher ersetzen

Das Rathaus hat von einem Parkdeck Abstand genommen. Fraglich ist, ob es größere Wasserflächen geben kann.

Der Plan zur Umgestaltung des Geroparks wird zur Parkplatzfrage. Der Bau einer Tiefgarage ist praktisch vom Tisch, aber auch der Bau eines halb in den Boden eingelassenen Parkdecks hat in der Bezirksvertretung Nord große Zweifel hervorgerufen.

Zwischen 2,2 und 3,3 Millionen Euro würde eine eingeschossige Tiefgarage kosten, wobei es noch keinerlei besondere architektonisch e und gestalterische Qualität dafür gäbe. Das stellte Stadtplaner Kajetan Lis vor, der Chef des Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepts (IHEK). Dafür würde es bis zu 85 Stellplätze geben. „Das ist für mich indiskutabel, an der Stelle weiter zu machen“, sagte die CDU-Politikerin Annette Bonin. Sie ist planungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

Insgesamt gibt es am Geropark 150 bis 160 Stellplätze, die abends den Angaben der Stadtplaner zufolge weitgehend leer stünden. Daraus sei zu schließen, dass es sich um Innenstadtbesucher und nicht um Anwohner handele. Lis rechnete vor, wie viele Stellplätze in bestehenden Parkhäusern und Tiefgaragen zu Stoßzeiten diese wegfallenden Stellplätze kompensieren könnten.

Varianten mit und ohne
Parkdeck sollen geplant werden

„Allein das Parkhaus Minto-Süd konnte in unserer Erhebung 130 zusätzliche Fahrzeuge aufnehmen“, sagte Lis mit Bezug auf eine Parkraumuntersuchung in der Innenstadt aus dem Jahr 2016. Deshalb empfiehlt das Rathaus nun: „Verlagerung auf andere Stellplatzanlagen und Umgestaltung zum Park.“ Darauf hatte auch der Masterplan-Verein gedrungen, der die Umgestaltung zum Park vor Jahren eingebracht und zuletzt die Idee eines Parkdecks an der Stelle abgelehnt hatte.

Dennoch sollen in der Ausschreibung erstmal Varianten mit und ohne Parkdeck geplant werden. Bis Herbst kommenden Jahres muss alles fertig geplant und beschlossen sein, damit die Bauarbeiten Mitte 2021 beginnen können. Alles muss fertig und abgerechnet sein bis Ende 2022. Insgesamt 5,1 Millionen Euro an Fördermitteln stehen für die Umgestaltung des Geroparks zur Verfügung. „Der Zeitplan ist sehr eng, alles muss jetzt reibungslos funktionieren“, sagte Lis.

Fraglich ist, ob es eine neue vergrößerte Wasserfläche gibt, dies sei ebenfalls sehr teuer. Probleme bereiten dafür etwa der hohe Grundwasserspiegel und viele schwere Kanalleitungen mit einer Breite von über einem Meter.

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