Zug-Bilanz fällt gemischt aus

Zug-Bilanz fällt gemischt aus

Dieter Hackstein vom TKK klagt über den Ärger durch betrunkene Jugendliche.

St. Tönis. Aufräumen, Stimme schonen — diese beiden Aufgaben standen am Rosenmontag für Dieter Hackstein (Archivfoto: kul) auf dem Programm. Der Zugleiter des Tönisvorster Karnevalskomitees (TKK) hatte auch gestern noch viel zu tun, denn schon am Morgen galt es, im Festzelt an der Willicher Straße klar Schiff zu machen: Am Veilchendienstag wird es wieder abgebaut, dann ist die Session 2017/18 schon wieder vorbei.

Im Rückblick auf den Tulpensonntag zieht Dieter Hackstein eine gemischte Bilanz: Eigentlich sei der Zug durch St. Tönis sehr schön gewesen, für phantasievolle Fußgruppen und tolle Mottowagen habe es sehr viel positive Rückmeldungen gegeben. Das große Aber waren jedoch die langen Verzögerungen, die es gegeben hat. „Da waren einige nicht so schöne Sachen dabei“, so der Zugleiter.

Wie berichtet, hatte es wiederholte Einsätze für den Rettungsdienst gegeben, da am Rande des Zugwegs alkoholisierte Jugendliche „eingesammelt“ werden mussten. Auch zwei Platzverweise und zwei Ingewahrsamnahmen meldete die Polizei. Jedes Mal, wenn ein Rettungswagen ausrückte, musste der Zug stoppen, um ihn passieren zu lassen. Das führte am Ende dazu, dass der Tulpensonntagszug 2018 erst nach Einbruch der Dunkelheit beendet war.

„Den Jugendlichen ist nicht klar, dass sie durch ihre Randale den ganzen Zug gefährden“, sagt Hackstein. Schon jetzt gebe es Diskussionen über verschärfte Sicherheitsauflagen im nächsten Jahr. Die waren in den vergangenen Jahren ohnehin mehrfach erhöht worden.

Zur Erinnerung: In Vorst hatten vor Jahren Probleme mit alkoholisierten und randalierenden jungen Leuten dazu geführt, dass der Umzug sechs Jahre Pause machen musste.

Zurück zum aktuellen Tulpensonntagszug: Gut angekommen sei bei den Menschen am Straßenrand, dass die Mitglieder des TKK als Ordner zu Fuß unterwegs waren, berichtet Dieter Hackstein. Das Ankommen in der Dunkelheit sei kein großes Problem gewesen: Der Traktor, der zum Beispiel den Prinzenwagen zog, verfügte über Scheinwerfer.

Im Laufe dieser Woche werden die Sieger beim Wettbewerb um die schönsten Wagen und Zuggruppen feststehen. Sie sollen schon nächste Woche geehrt werden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung