So kommen die Jecken zum Viersener Tulpensonntagszug

So kommen die Jecken zum Viersener Tulpensonntagszug

Tausende Karnevalisten nehmen an den Umzügen am Tulpensonntag und Rosenmontag teil — mit Prinzenpaaren, Musik und Fußtruppen.

Viersen. Mit mehr als 3000 Teilnehmern ist der Viersener Tulpensonntagszug am 11. Februar dieses Jahr gut bestückt und besonders viele große Gruppen ziehen mit. Er startet um 14.11 Uhr am Remigiusbrunnen und zieht über die Dülkener Straße, Goeterstraße, Burgstraße, Lindenstraße, Remigiusstraße, Wilhelmstraße, Hauptsraße, Bahnhofstraße, Parkstraße, Große Bruchstraße, Hauptstraße und Heimbacherstraße. Am Hermann-Hülser-Platz löst er sich auf. Das Sessionsmotto lautet „Mit Föhnfrisur & Dauerwelle — Vierscher Narren sind zur Stelle“. Auch dabei sind das Prinzenpaar Dirk II. und Betina I. sowie das Kinderprinzenpaar, das aus Jakob I. und Amy I. besteht.

Für Sicherheit sorgen Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt. Toilettenwagen sind am Aufstellungsort, am Hermann-Hülser-Platz und an der Polizei, Ecke Burgstraße und Lindenstraße, zu finden. Nach dem Tulpensonntagszug feiern die Jecken bei der After-Zoch- Party in der Festhalle weiter. Die Stadt weist darauf hin, dass die Halteverbote und Sperrungen eingehalten werden müssen. In Alt-Viersen gelten am Tulpensonntag die Halteverbote ab 10 Uhr, das Durchfahrtverbot ab 11 Uhr. Beide Einschränkungen werden gegen 22 Uhr wieder aufgehoben. Der Rintger Zug in der Südstadt startet um 11.11 Uhr.

Am Rosenmontag, 12. Februar, startet der Rosenmontagszug mit 130 Gruppen um 13.11 Uhr an der Kreuzung Lange Straße/Eintrachtstraße. Dort steht der Prinzenwagen, an dem alle Teilnehmer erst einmal vorbeiziehen, von der Rheindahlener und der Waldnieler Straße kommend, sowie aus Platzgründen vom Amerner Weg. Die Moderation am Prinzenwagen übernimmt wieder Dieter Nießen, Erich Schmitz stellt am Alten Markt, wo der Zug endet, die Teilnehmer vor.

Die Zugleitung übernimmt der Vaterstädtische Verein Dülken, der schon seit 1965 der Organisator des Zuges ist. In diesem Jahr gibt es auch wieder ein Prinzenpaar, Andreas I. und Carina I., das den Abschluss bildet. Ihr Motto „Et es noch net te laat“ soll alle durch den Tag begleiten. Der Kinderprinz für die Session 2017/18 ist Niels II. Bis zu 3000 Teilnehmer werden beim Umzug erwartet, wobei auch sehr viele neue Gruppen mitziehen. Von Hippies, Schutzengeln bis zu Gefängnisausbechern und närrischen Faltern ist alles dabei. Das Motto dazu lautet „Lot se maar kalle“.

Toilettenwagen stehen am Aufstellungsplatz an der Mühle und am Auflösungsplatz. Im Anschluss ist After-Zoch-Party im Bürgerhaus Dülken.

Die Anwohner des Zugweges — Theodor-Frings-Allee, Venloer und Lange Straße, Tilburger und Friedrichstraße, Martin-Luther- und Viersener Straße, Marktstraße bis zum Alten Markt — werden gebeten, ihre Häuser karnevalistisch zu dekorieren. Die Halteverbote in Dülken gelten ab 9 Uhr. Die Durchfahrt ist ab 11 Uhr nicht mehr möglich. Ab 22 Uhr sollen alle Beschränkungen aufgehoben werden.

Der Süchtelner Zug ist einer der frühesten in der Region, aber auch ein schöner mit vielen Ideen. Der Rosenmontagszug im grünen Stadtteil zieht bereits um 10.11 Uhr los. Das ermöglicht vielen Zugteilnehmern, an diesem Tag an zwei Umzügen, in Süchteln und in Dülken, teilzunehmen.

Der Süchtelner Zug führt über Hindenburgstraße, Westring, Düsseldorfer Straße, Beckstraße, Freudenbergstraße, Tönisvorster Straße, Lindenplatz, Hochstraße, Blumenstraße und Friedensstraße zur Von-Hagen-Straße. Richtung Ratsallee löst er sich dann auf.

Der Süchtelner Lindwurm mit vielen Wagen, interessanten Mottos und bunten Fußgruppen besteht aus 80 Einheiten. Allein sechs neue Gruppen entstanden durch Freundeskreise in Süchteln. Die ersten 23 Einheiten ziehen weiter nach Dülken. „Unser Zug ist seit elf Jahren mal wieder ein sehr langer. Insgesamt nehmen rund 1700 Personen teil — das ist ein neuer Rekord“, sagt Markus Ophei, Zugleiter des Festausschusses Süchtelner Karneval. Ihn unterstützen 18 freiwillige Helfer.

Jürgen Prick übernimmt wieder die Organisation am Aufstellungsort. Das Viersener Deutsche Rote Kreuz steht mit seinen Einsatzfahrzeugen an allen Knotenpunkten im Zentrum Süchteln. Die Zugordnung und Kontrollen führen ebenfalls seit mehr als 50 Jahren die Polizei in Verbindung mit den Mitarbeitern des Organisationskomitees für den Süchtelner Rosenmontagszug durch. Dazu kommt die freiwillige Feuerwehr mit ihren Helfern und Fahrzeugen — auch schon über ein halbes Jahrhundert dabei. Darauf weist Markus Ophei auch noch einmal besonders hin: „Den Zugordnern ist unbedingt Folge zu leisten. Bei Zuwiderhandlung muss mit dem Ausschluss aus dem Rosenmontagszug gerechnet werden.“

In Süchteln gelten die Halteverbote am Rosenmontag von 6 bis 14 Uhr. Der Verkehr wird an diesem Tag ab 8 Uhr gestoppt, die Hauptstraßen sind ab 14 Uhr frei. rdo/flo/off