Willich/Tönisvorst: Stiefel-Rätsel und flotte Frikadelle

Willich/Tönisvorst: Stiefel-Rätsel und flotte Frikadelle

Hoch hinaus will Manfred Jacobs. Ein Wasserschaden ärgert Schauspieler.

Willich/Tönisvorst. Manfred Jacobs, persönlicher Referent des Willicher Bürgermeisters, wird künftig noch häufiger als bisher zu Kurzreisen nach Österreich aufbrechen: Der Anrather ist neuer Vorsitzender der Sektion Mönchengladbach im Deutschen Alpenverein geworden. Und als solcher gehört es zu seinen Pflichten, sich um das vereinseigene Schutzhaus - das Kalser Tauernhaus am Fuße des Großglockners - zu kümmern. Die 1300 Mitglieder des Vereins kommen nicht nur aus Mönchengladbach, sondern auch aus den Kreisen Viersen und Heinsberg.

Kein Berg-, sondern ein einzelner Gummistiefel ist unserem Fotografen vor einigen Tagen an der K17 in Clörath aufgefallen. Allerdings nicht an den Füßen eines Einheimischen, sondern an der Spitze eines Leitpfostens am Straßenrand. Warum er dort aufgestellt wurde, konnte trotz intensiver Recherche nicht geklärt werden.

Theaterleute sollen ja sehr abergläubig sein. Insofern müssten die Schlossfestspiele in Neersen diesmal ein richtiger Kracher werden. Denn im Vorfeld läuft längst nicht alles glatt. So kann die schöne Probenbühne, die extra in der Turnhalle der Vinhovenschule eingerichtet worden war, um dem Baustellenlärm am Rothweg aus dem Weg zu gehen, wegen eines Wasserschadens nicht benutzt werden.

Apropos Wasserschaden: Bei der Pressekonferenz zur Kinderstück-Premiere sollte den versammelten Journalisten Gelegenheit gegeben werden, sich eine Probe live anzusehen. Doch ausgerechnet als es losgehen sollte, fing es an zu regnen. Wie heißt es aber so schön: Nach verpatzter Probe folgt eine tolle Premiere. In diesem Sinne: toi, toi, toi.

80 Jahre alt ist sie am Samstag geworden: Margret Stief, Vorster Urgestein. Aufgewachsen ist sie auf der Kuhstraße. Sie ist eine echte Vorsterin, mit einem trockenen Humor. Die rheinische Frohnatur versteht es vorzüglich, Karneval zu feiern. Zusammen mit Elisabeth Duda hat sie das bei diversen Karnevalsveranstaltungen oft bewiesen.

Doch nicht nur den Karneval weiß sie zu feiern. Sie spricht auch vorzüglich Vörschter Platt. Seit Jahren beteiligt sie sich in Vorst und St. Tönis bei "En Mönke voll Platt". Selbstverständlich war es, dass eine kleine Delegation des Heimatvereins gekommen war, um ihr zu gratulieren.

Na, wenn das kein passender Name ist: Frikadelli-Racing-Team heißt der Rennstall von Fleischwaren-Fabrikant Klaus Abbelen aus Vorst. Man möchte fast wünschen, dass andere ebensolchen Humor hätten. Was wäre zum Beispiel, wenn Hans Brocker aus Schiefbahn einen Rennwagen fahren würde? Silber-Möhre wäre sicher der richtige Name. Und: Was wäre mit Hefe van Haag? Hefe-Hobel? Oder besser Teilchen-Beschleuniger?

Türsteher im St. Töniser Rathaus? Dieser Eindruck konnte sich in der Vorwoche Besuchern der Ratssitzung aufdrängen, die sich auf den Weg zur Zuschauerempore machten. Rechts und links der Treppe standen nämlich zwei kräftig aussehende Herren in dunkler Jacke, die jede Person auf dem Weg nach oben scharf ins Auge fasste. Einfache Erklärung: Die Männer sind Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und überpüften die Anzahl der Personen, die auf die Empore wollten.

Mit "Hilde" geht das Kempener "Kino für Genießer" in die zweite Runde. WZ und Lichtspiele präsentieren die Verfilmung über das Leben von Hildegard Knef nächsten Donnerstag um 17Uhr im Kino am Buttermarkt15. Die neue Reihe ist im Mai aus der Taufe gehoben worden. Das Ziel: Einmal im Monat einen gehobenen Film für ein anspruchsvolles Publikum zu präsentieren.

Für WZ-Abonnenten ist der Eintritt günstiger: Statt sieben Euro zahlen unsere Leser inklusive einer Begleitperson jeweils nur fünf Euro an der Kinokasse. Abonnenten müssen nur ihre WZ-Karte vorzeigen. Zusätzliches Bonbon: Getreu dem Knef-Lied "Für mich soll’s rote Rosen regnen" verteilt das St. Töniser Unternehmen Blumen Langenfurth (es besitzt eine Filiale in Kempen) an jeden Besucher eine rote Rose. "Auch an die Männer", verspricht Monika Langenfurth.

Überraschung für den parteilosen Bürgermeisterkandidat Christian Hoechtlen bei einer FDP-Veranstaltung zum Thema "Wirtschaftskrise": Auch sein Düsseldorfer Chef von der Stadtsparkasse war dort zugegen: Vorstandsmitglied Thomas Boots ergriff bei der Aussprache das Wort. Er lobte dabei Hoechtlen als wertvollen Mitarbeiter und erklärte, wenn der tatsächlich Bürgermeister von Tönisvorst werde, verliere er einen sehr wichtigen Mann.

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