Willicher Straße: Öffnung ist vom Tisch

Willicher Straße: Öffnung ist vom Tisch

Die CDU ist mit der Idee einer Neuregelung auf der Willicher Straße im Stadtrat gescheitert.

St. Tönis. Die Öffnung der Willicher Straße ab Südring ist vom Tisch. Der Rat lehnte dies am Donnerstagabend nach geheimer Abstimmung mit 23:18-Stimmen ab. Kurz zuvor war ebenfalls geheim mit 21:20 ein Vorschlag der Verwaltung gescheitert, den Kreuzungsbereich Benrader Straße/Willicher Straße/Dammstraße zu einem kleinen Kreisverkehr auszubauen.

Beide neuralgischen Punkte wurden zu einer kontroversen Diskussion zusammengefasst, was sicherlich nicht für die vor allem von der CDU gewünschte Öffnung der Willicher Straße förderlich war. Denn Sprecher der kleineren Fraktionen äußerten erhebliche Bedenken, die für den Kreisverkehr errechneten 150000 Euro schon im Vorgriff zu investieren, obwohl die Öffnung der Willicher Straße eventuell wieder rückgängig gemacht wird.

Die CDU hatte zuletzt immer davon gesprochen, dass bei einer Öffnung der Straße nur geringfügige Mittel von rund tausend Euro notwendig seien. "Mit rund 80000 Euro müssten wir für den Kreisel auskommen", plädierte Horst von Brechan (CDU) uneingeschränkt für die Öffnung.

"Die Anwohner dort genießen einen Vertrauensschutz", hielt Michael Horst (SPD) den Schutz für Schulkinder und ältere Menschen entgegen. Er beantragte dann die geheimen Abstimmungen. "Der Vertrauensschutz gilt doch auch für die Anwohner der anderen Straßenzüge", votierte Edith Furtmann (GUT) für eine gerechtere Verteilung. Sie wünschte sich den Kreisverkehr: "Es ist gerade für die Schulkinder sehr gefährlich, über die Kreuzung zu kommen, um zum Beispiel die Straßenbahn zu erreichen." Allerdings müsse man die Probephase abwarten.

Gegen den kleinen Kreisel zum gegenwärtigen Zeitpunkt war Hans-Josef Manten (FDP). Und Axel Brink (UWT) sprach in dem Zusammenhang von einer "Salamitaktik": Weitere Kosten würden folgen.