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Wäscherei Weber: Stadt will Lösung finden

Wäscherei Weber: Stadt will Lösung finden

In einem „reinen Wohngebiet“ ist der Betrieb nicht zulässig.

St. Hubert. Allzu große Bedenken scheinen die Anwohner des St. Huberter Wohngebietes Hubertusstraße/ Hunsbrückstraße wegen der anstehenden Änderung des Bebauungsplans nicht zu haben. Die Teilnahme an der Bürgerversammlung dazu war verhalten.

Viel soll sich auch nicht ändern. Der Technische Beigeordnerte Stephan Kahl und Heinz-Peter Cox, Leiter des Planungsamtes, erläuterten im Forum St. Hubert die neuen Pläne. Ein neuer Bebauungsplan wird notwendig, weil ein Gericht den alten für nicht zulässig erklärt hat.

In der mit knapp 20 Teilnehmern überschaubaren Runde, fiel eine etwa ein Dutzend Personen starke Gruppe ins Auge — Inhaber und Mitarbeiter der dort ansässigen Wäscherei Weber.

Im Planungsausschuss war mitgeteilt worden, dass die Wäscherei in dem „reinen Wohngebiet“ nicht zulässig sei. „Das war mir neu“, so der Inhaber. Der zeigte sich sehr erbost und enttäuscht. Seit 40 Jahren gebe es die Wäscherei dort.

Er wohne gern in St. Hubert und sei stolz, dass er den Betrieb trotz aller Schwierigkeiten weiter betreiben könne. Doch die Stadt werfe ihm „Knüppel zwischen die Beine“. Stephan Kahl sagte zu, dass man gemeinsam für den Betrieb eine Perspektive schaffen wolle und lud zu einem Gespräch ein.

Der Entwurf zum Bebauungsplan sei am Bestand orientiert, so Cox. Das bedeutet, dass Häuser, die dort in Zukunft eventuell neu gebaut werden, den bestehenden ähneln sollen. Hausbesitzer, die am Eigenheim etwas verändern wollen, haben sogar mehr Möglichkeiten. Zum Beispiel soll der Anbau eines Wintergartens sowie die Schaffung eines Stellplatzes im Vorgarten grundsätzlich möglich werden.

Ein Anwohner macht sich weniger Sorgen über fehlende Parkplätze, sondern eher darüber, dass immer mehr Anwohner ihre Häuser in dem Gebiet verkaufen.

Ein anderer Anwohner befürchtete, dass nun die Stadt durch das Gebiet gehe und seine „zu hohe Hecke“ verbietet. Das sei ein Schutz, auch vor Hunden oder Jugendlichen, die zum Jugendzentrum Calimero ziehen. Das sei „eine massive Belästigung“. Zwar konnten Cox und Kahl dem Anwohner seine Sorge nicht nehmen. Versicherten aber immerhin, den Einzelfall zu prüfen. ulli