Versammlung beim SV Thomasstadt Kempen

Fußball in Kempen : Thomasstadt will eine Tribüne am Kunstrasen bauen

Der Verein wächst und wünscht sich eine Erweiterung an der Berliner Allee. Kritik am Projekt in Tönisberg.

Der SV Thomasstadt scheint für die Zukunft gut aufgestellt. Die Mitgliederzahl stieg um 80 auf 842.  Vor allem hatte es durch die neue Beachvolleyballanlage einen Aufschwung gegeben. Außerdem wird im Verein Fußball und Badminton gespielt, gibt es jetzt sogar eine kleine Darts-Abteilung. Mehr als 70 Mitglieder begrüßten der Vorsitzende Ulrich Klering und sein Vize Michael Beenen zur Vollversammlung.

Beenen nannte wichtige Aufgaben im nächsten Jahr. Die Wiese hinter dem Aschenplatz an der Berliner Allee soll hergestellt werden, sodass darauf vor allem die jungen Fußballer trainieren können.  21 Jugendmannschaften hat der Verein derzeit. 2019 soll eine kleine Tribüne an der Seite des Vereinsheims am Hauptplatz errichtet werden. Der SV Thomasstadt möchte, dass die Verantwortlichen des Sports in der Stadt Kempen über die Erweiterung der Sportanlage an der Berliner Allee nachdenken. In diesem Zusammenhang wurde auch etwas kritisch über den Bau eines Kunstrasens in Tönisberg gesprochen. Dafür wurde zuletzt, so Michael Beenen, ein Investitions-Volumen von knapp 1,6 Millionen Euro genannt. „Gemessen an der Zahl der Mitglieder beim VfL Tönisberg und der voraussichtlichen Nutzer der Plätze hinkt der Vergleich mit unserem damaligen Kunstrasenplatz-Projekt am Sportzentrum doch sehr deutlich.“ Beenen erinnerte daran, dass der Kunstrasenplatz an der Berliner Allee rund 630 000 Euro gekostet habe, wovon der SV Thomasstadt knapp 150 000 Euro stemmen musste.

    Mit großer Mehrheit wurde eine Beitragserhöhung beschlossen. Die Jahresbeiträge steigen meist um zwölf Euro. Erstmals gibt es einen Gesamt-Mitgliedsbeitrag, wenn man dort nicht nur Fußball oder Badminton, sondern auch Beachvolleyball oder Darts spielt. Junioren zahlen jährlich 120 Euro, Erwachsene bis 59 Jahre 156, Senioren 120, Familien 264 Euro.

 Zahlreiche Ehrungen standen an. Beifall gab es insbesondere für den Obmann der etwa 200 Mitglieder starken Badminton-Abteilung, Manfred Schubert. Er gehört seit 30 Jahren dem Sportverein an. Ebenso wie Heinrich Pink und Wolfgang Kösterke, die nicht kommen konnten. Beim Gedenken an die verstorbenen Mitglieder wurde vor allem Helmut Hüllekens genannt, der in vielfältiger Weise lange für den Verein tätig war. Er sollte eigentlich bei der Vollversammlung zum Ehrenmitglied ernannt werden, war aber am 11. Oktober im Alter von 81 Jahren gestorben.

(schö)
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