Spiel und Spaß in der Köhlerhalle

Die jungen Jecken feierten am Montag zusammen mit Clown Tommy Karneval.

Kempen. Prinz Heinz II. Kox und ihre Lieblichkeit Prinzessin Hildburg II. sahen sofort, was Sache war und kannten auch den Grund: „Hier in der Köhlerhalle ist diesmal nicht ganz so viel los wie sonst. Das liegt an dem tollen Wetter, da schauen sich die Familien lieber einen Zug in der Umgebung an.“

Spiel und Spaß in der Köhlerhalle

Wirklich schlecht besucht war der traditionelle Familientag mit Kinderbelustigung in der Köhlerhalle am Montagnachmittag allerdings nicht. Durch das Programm führte Clown Tommy. Dahinter verbarg sich Thomas Härtel. Was ihm auffiel: „Der Kicker in XXL ist der absolute Anziehungspunkt für die kleinen Narren.“

Spiel und Spaß in der Köhlerhalle

Auch die Hüpfburg wurde ausgiebig genutzt. Und auf der Bühne zeigten nicht nur Gardetänzerinnen ihr Können. Auch die Kinder waren immer wieder aufgerufen, gemeinsam zu tanzen. Theo und Karin I. Balters waren das Kempener Prinzenpaar von 2007 bis 2009. Sie hatten am Montag die Aufgabe, die zehn schönsten Kostümierungen auszusuchen und gingen deshalb mit aufmerksamem Blick durch die Halle.

Prinz Heinz II. kennt die Kriterien: „Prämiert werden soll nicht das schönste Aldi-Kostüm, sondern eine Verkleidung, die die Arbeit widerspiegelt, die sich die Eltern damit gemacht haben.“ Was auffiel: Es streunten sehr viele „Raubkatzen“ durch die Köhlerhalle, aber auch Mini-Polizisten und Feuerwehrmänner im XXS-Format tummelten sich dort, nicht selten eine Zuckerwatte in der Hand. Außerdem waren Cowboys, Indianer, Eisbären, Hippies, kleine Prinzessinnen und viele, viele weitere tolle Verkleidungen zu sehen.

Clown Tommy lockte die Kinder mit Gratis-Muffins, die Maria Krüger, eine Nachbarin, gemacht hatte. Als erstes trat die Schülergarde der Stadtgarde Kempen auf, deren Mitglieder nicht älter gewesen sein dürften als die jungen Besucherinnen und Besucher. Dann zeigte die Jugendgarde ihr Können und anschließend gab Tommy die Bühne wieder für alle Kinder frei.

„Die Reise nach Jerusalem“ war eines der Spiele, das mit Karneval eigentlich so gar nichts zu tun hat und das die Kinder trotzdem begeisterte. Im Eifer des Gefechts hatten einige von ihnen nach Benutzung der Hüpfburg die Schuhe verwechselt - Clown Tommy machte eine entsprechende Durchsage.

Der Höhepunkt des Nachmittags war wohl der Besuch des Stadtprinzenpaares samt Garde und dem Kempener Karnevalsverein im Schlepptau. Sie warfen jede Menge Kamelle und geizten auch nicht mit Konfetti. Der Einmarsch erfolgte standesgemäß mit Pauken und Trompeten — ein durchaus beeindruckendes Spektakel für die Kinder. Was dieses Jahr ein Handicap war, wird für kommendes Jahr herbeigesehnt: sonniges Wetter. „Denn nächstes Jahr haben wir wieder einen Karnevalszug in Kempen. Wir werden schon bald mit den Planungen beginnen“, erklärte der ehemalige Prinz Theo Balters. Nach dem Karneval ist eben vor dem Karneval.