„Montags bekommen wir NIE Post“

Die WZ-Berichterstattung über Zustell-Probleme hat Reaktionen bei Facebook ausgelöst.

Kempen/Willich. Der Post-Ärger in der Region treibt auch die Facebook-Nutzer um. Zur geposteten Berichterstattung der WZ in der vergangenen Woche gab es einige Kommentare. „Bei uns ist jetzt erst Post angekommen, die schon fast vier Wochen unterwegs wahr“, ist unter anderem zu lesen. „Echt schade, dass es so ist.“ Eine Leserin schreibt, dass sie auch schon eine Woche auf einen Brief warte. „Montags bekommen wir NIE Post zugestellt“, lautet ein weiterer Kommentar. Da blieben die Briefkästen leer. „Scheint wohl eine Dauerlösung zu sein.“ Eine andere Userin bestätigt diesen Zustand.

Zum Hintergrund der Reaktionen: Die WZ-Redaktion hatte zuletzt wieder ein anonymes Schreiben erreicht. Der Verfasser, der angibt, bei der Post zu arbeiten, berichtet darin über massive Missstände. Es herrsche „dasselbe Chaos bei der Post Willich“ wie im vergangenen Dezember. Seit Anfang Januar würden wieder fast täglich Bezirke aufgeteilt, weil das Personal fehle. „Seit zwei Wochen bleiben wieder Bezirke liegen.“.

Auf WZ-Anfrage hatte eine Unternehmenssprecherin daraufhin mitgeteilt, „dass wir zu derartigen anonymen Meldungen grundsätzlich keine Auskünfte mehr geben möchten“. Aus Sicht der Post gab es bereits Mitte Januar keine Probleme mehr mit der Zustellung im Raum Willich. „Da kann ich Entwarnung geben“, erklärte damals die Sprecherin.

Auch in Kempen findet der Ärger von Ende 2017 eine Fortsetzung in diesem Jahr: Ein Anwohner der Herkenrathstraße, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, hatte sich bei der WZ gemeldet. Sein Vorwurf: Briefe werden erst abgegeben, wenn auch ein Paket dabei ist. „Unter Umständen warte ich drei Tage auf Briefe.“ Der Anwohner erzählt von einer Rechnung, datiert vom 26. Januar, die ihn erst am 3. Februar erreicht habe.

„Der Zusteller der Herkenrathstraße in Kempen hatte aufgrund von Änderungen im Zustellungsbezirk am 31. Januar seine tägliche Tour leider nicht ganz zu Ende bringen können“, so das Statement der Post. Am Tag darauf, 1. Februar, sei dieser Bezirk mit einer zusätzlichen Kraft unterstützt worden. Alle Rückstände dieses Abbruchs seien direkt aufgearbeitet worden. bos