Kempen feiert einfach weiter

Nach Karneval ist in der Altstadt vor der Kneipennacht mit sieben Live-Bands. Außerdem gibt es Interesse an der Burg.

Kempen. Karneval ist vorbei, gefeiert wird in Kempen aber selbstverständlich weiter. Zum Beispiel am Samstag, 24. Ferbuar. Dann heißt es in der Altstadt: „Eine Nacht, sieben Bands — Kempen Live“. Das beliebte Live-Musik-Festival wird sicher wieder zahlreiche Groove-, Rock- und Pop-Fans anlocken. In sechs verschiedenen Lokalen treten insgesamt sieben Bands unterschiedlicher Stilrichtungen auf und bieten nach Angaben des Veranstalters über 25 Stunden Livemusik. Da eine Eintrittskarte für „Kempen Live“ für alle Lokalitäten und Konzerte gilt, kann sich jeder Besucher einen eigenen musikalischen Plan zusammenstellen und ganz nebenbei eine Tour durch die Kempener Gastronomie erleben.

Foto: Gastro Event

Altstadt-Geflüster

Das erste Konzert startet um 18 Uhr im Irish Pub „The Whistle“ an der St. Huberter Straße 20. Die norddeutsche Coverband „Real Spirit“ eröffnet das Festival mit den „größten Partykrachern aller Zeiten“ — gemischt mit den neuesten Hits. Gleich zwei Konzerte warten um 19 Uhr auf die Besucher. Im Café Himmlisch an der Judenstraße 5 wird das „Plug & Play Duo“ seine Zuhörer begeistern. Die zwei Musiker aus dem Norden bieten zu 100 Prozent handgemachte Musik mit wenig technischem Aufwand. Zur gleichen Zeit wird im „Kemp’sche Huus“ an der Neustraße 31 die Band „Boogie4ever“ die Bühne betreten. Ihre Fertigkeiten an Klavier und Schlagzeug kombiniert das Duo gekonnt zu Boogie-Woogie-Klängen.

Weiter geht es um 19.30 Uhr ganz in der Nähe in der Kneipe „Zur Altstadt“, Neustraße 25. Das Duo „Walking Shoes“ liefert die größten Hits der Rock-Oldies-Musikgeschichte von den 50ern bis zu den 80ern. „Die glücklichste Band der Welt“ spielt ab 20.30 Uhr im „Venga“, Peterstraße 8. „The Lucky Ones“ interpretieren die Tophits diverser Pop- und Rockgrößen, darunter Titel von Status Quo, U2, Die Ärzte und Supertramp. Rockklassiker und Oldies gibt es ab 21 Uhr im „Treppchen“ an der Ellenstraße 36. Das „Alive Duo“ ist überregional als Singer/Songwriter mit eigenen Songs, aber auch für seine Neuinterpretationen von Rock- und Popsongs bekannt. Die Kneipennacht endet dort, wo sie ihren Anfang nimmt. Gegen 22.30 Uhr betritt die Band „The Evergreen Machine“ die Bühne im „The Whistle“. Die niederländischen Musiker performen Rock- und Popklassiker von Toto, Queen, Aerosmith und Co.. Karten gibt es im Vorverkauf in allen teilnehmenden Gaststätten zum Preis von 13 Euro. An der Abendkasse zahlen Kurzentschlossene 16 Euro Eintritt. Infos zur Kneipennacht gibt es im Internet:

www.bandnacht.de/kempen

Von der Musik zur Kunst: Die gibt es seit gestern wieder im Rathaus-Foyer zu sehen. Bis 27. März wird dort die Ausstellung „Damen mit Hut“ zu sehen sein. Neben den Werken zu diesem Thema zeigt der seit vielen Jahren in Kempen lebende Maler Mouldi Bejaoui („MoMo“) auch weitere Werke aus seinem Atelier. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Rathauses am Buttermarkt zu sehen: montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr zu sehen.

kempen.de

Was war das denn bitteschön für eine Nachricht?! In Willich gibt es die Idee, sich eine kleine, aber feine Altstadt zu bauen. Ideen in diese Richtung verkündeten Politik und Verwaltung in Willich jüngst im Rahmen einer Pressekonferenz. Bei diesem Termin soll es sogar zum vergleichenden Satz „So ähnlich wie in Kempen“ gekommen sein. Ja, ne, is’ klar. So wie in Kempen. Dem Flüsterer liegt zwar fern, den Verantwortlichen in Willich einen Rat zu geben. Aber an so einem Projekt kann man sich durchaus verheben. Diese wunderschöne Altstadt kann man nicht so einfach kopieren. Einen Da Vinci malst du ja auch nicht so mir nichts dir nichts nach, oder? Gut, nun werden die Willicher sicher keine Kempen-Kopie im Sinn haben. Der Flüsterer hat ja nur ein bisschen übertrieben. Die Modelle für das Gelände der früheren Hannen-Brauerei sahen auch gar nicht so schlecht aus. Ein Aspekt des Themas wurde aber dann doch noch in der WZ-Redaktion diskutiert. In Willich gibt es nämlich interessanterweise eine Burgstraße, aber keine Burg. Und da hätte Kempen doch ein gutes Stück im Angebot. Ach nein, Kommando zurück. Die Burg wird ja bald der Stadt gehören und dann soll sie auch hier bleiben.

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